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Tod von John Travoltas Sohn: Immer noch Fragen offen

Seit John Travoltas Sohn Jett am Morgen des 2. Januars im Alter von nur 16 Jahren gestorben war, überschlugen sich in den letzten Tagen die Gerüchte und Meldungen. Starb er an einer Kopfverletzung? Trägt der Oscar-nominierte Schauspieler einen Teil der Schuld und warum könnte seine Mitgliedschaft bei der Sekte Scientology dabei eine Rolle spielen?

Zunächst hieß es nur, Jett Travolta habe beim Urlaub auf den Bahamas einen Krampfanfall erlitten und sei trotz Wiederbelebungsversuche seines Vater gestorben. Ein Polizeibericht enthielt allerdings, dass der 16-Jährige eine Verletzung am Kopf gehabt hätte, die möglicherweise zum Tod geführt haben könnte. Inzwischen ist eindeutig geklärt, dass die Todesursache ein Krampfanfall war. Das zuständige Beerdigungsinstitut bestätigte nun, dass der Leichnam von Jett Travolta keine tödliche Kopfverletzung aufwies. Er ist inzwischen eingeäschert worden und soll heute im Kreise der trauernden Familie beigesetzt werden.

John Travolta und seine Frau Kelly Preston erklärten, Jett sei im Alter von zwei Jahren am Kawasaki-Syndrom erkrankt, welches durch fieberhafte Gefäßentzündungen gekennzeichnet ist und auch für seine Krampfanfälle verantwortlich war. Scientology-Gegner und andere Kritiker meinten allerdings schon seit Jahren, dass etwas anderes nicht stimmte mit dem Jungen. Sie hielten Jett Travolta für autistisch. Im Glauben der Scientology existiert kein Autismus, weshalb der Junge weder auf die Grunderkrankung therapiert, noch ausreichend wegen der damit einhergehende Epilepsie umsorgt wurde, sofern er autistisch war. Nun ist oft zu hören, die Eltern hätten das Kawasaki-Syndrom nur als "Alibi" für die Krampfanfälle ihres Sohnes genutzt und ihn tatsächlich medizinisch unterversorgt.

Es wird wohl weiterhin ungeklärt bleiben, unter welcher Erkrankung Jett Travolta litt. Ein Freund der Familie soll dem "Daily Mirror" gesagt haben: "Fünf Minuten mit Jett und man wusste, er ist Autist. Aber die Religion der Eltern verbot es ihnen, dies zu akzeptieren." Inzwischen haben sich John Travolta und Kelly Preston selbst sehr bestürzt geäußert: "Wir sind tieftraurig, dass unsere Zeit mit ihm so kurz war." Sängerin Lisa Marie Presley, ebenfalls Scientologin, verteidigte die Sekte und sagte, man solle die Travoltas mit diesen unsachgemäßen Anschuldigungen verschonen: "Ich schreibe das nicht, um meinen Glauben zu predigen, sondern um meine Freunde zu verteidigen" meinte die 40-Jährige. In jedem Fall wird die Diskussion um die Sekte und den Tod von John Travoltas Sohn so bald nicht enden.

Quelle: Sueddeutsche.de, FOCUS Online, Bild.de
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