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25. Selbstmord bei der France Télécom

Am Donnerstag hat sich ein Mitarbeiter der France Telecom das Leben genommen. Damit beklagt der Kommunikationsriese aus Frankreich die 25. Selbsttötung eines seiner Angestellten innerhalb von 20 Monaten. Gewerkschaften machen die großen Repressalien, die auf den Mitarbeitern lasten, verantwortlich für die Suizidreihe. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Es handelt sich bei dem Toten um einen 48-jährigen Ingenieur, der im Forschungszentrum im westfranzösischen Lannion gearbeitet habe, teilte ein Sprecher der France Telecom mit. Er habe sich in seinem Haus in der Bretagne erhängt. Der Familienvater sei vor einem Monat auf den Rat eines Arbeitsmediziners krank geschrieben worden. Konzernchef Didier Lombard (Bild) sei tief getroffen und schockiert.

Damit hat sich der 25. France Telecom-Mitarbeiter umgebracht. Die unheimliche Selbstmordserie lastet schwer auf dem Unternehmen. Schon länger ist die France Telecom deswegen in den Schlagzeilen. Der Konzern wurde in den letzten Monaten rasant umgebaut. Viele Mitarbeiter wurden von jetzt auf gleich versetzt. Die Arbeitsstrukturen wurden stark verändert zu Lasten der Mitarbeiter.

Bis zum Jahresende hat France Telecom angeordnet, bis auf weiteres jegliche Art von Versetzung auszusetzen. Mit den Gewerkschaften berät und verhandelt das Unternehmen derzeit über bessere Arbeitsbedingungen. Die französische Regierung rief alle Unternehmen, für menschlichere Personalpolitik zu sorgen. Bauernopfer der Selbstmorde war übrigens Lombards Stellvertreter, er musste Anfang Oktober seinen Hut nehmen. Das konnte aber nicht verhindern, dass sich auch der 25. Mitarbeiter der France Telecom selbst umgebracht hat.

Bild: informitv.com, YouTube

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