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35 Jahre Haft: Pädophiler Lostprophets-Rocksänger Ian Watkins verurteilt

Ian Watkins (36), Leadsänger der walisischen Rockband Lostprophets, wurde am gestrigen Mittwoch vor einem Gericht in Cardiff zu 35 Jahren Haft wegen der Vergewaltigung von Kindern unter 13 Jahren sowie der versuchten Vergewaltigung eines Säuglings verurteilt. Die Rockband Lostprophets löste sich bereits vor Wochen nach Bekanntwerden erster Gerüchte um den Frontsänger auf.

Vor Eröffnung des Hauptverfahrens gestand der populäre Rocksänger insgesamt 13 Fälle von Kindesmissbrauch. "Er hat zugegeben, ein entschlossener und überzeugter Pädophiler zu sein", sagte ein Vertreter der Anklage. Außerdem wurde bekannt, dass die walisische Polizei mit ausländischen Ermittlern in Kontakt stehe: "Unser Fokus liegt auf Deutschland und den USA." Man gehe weiteren Hinweisen nach, ob es auch am Rande von internationalen Tourkonzerten zu Missbrauchsübergriffen durch den Sänger bekommen sei.

Das Gericht in Cardiff verurteilte Ian Watkins zu 35 Jahren Haft. 29 Jahre davon im Gefängnis, sechs weitere unter "extended licence", wie der britische "Mirror" schreibt. Bei vollem Strafvollzug käme er im Alter von 71 Jahren wieder auf freien Fuß. Ein mögliches Gnadengesuch wäre erst nach zwei Dritteln des Strafmaßes erdenklich. Im Laufe des Prozesses sei Watkins fast "frei von Reue" gewesen, formulierte der Richter sichtlich angewidert seine Urteilsbegründung.

Wie bereits von uns berichtet, wurden neben Watkins zwei seiner weiblichen Fans angeklagt. Sie stellten wissentlich dem pädophilen Sänger ihre Kinder zur Verfügung und beteiligten sich an den Missbräuchen. Beide Frauen bekannten sich schuldig und wurden zu 14 und 17 Jahren Haft verurteilt.

Die 1997 gegründete Rockband Lostprophets, die laut der britischen Zeitung "Guardian" über drei Millionen Alben verkauft hat, löste sich bereits vor Wochen nach Bekanntwerden erster Gerüchte um den Frontsänger auf.

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