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9 November 2013 - Jahrestag Berliner Mauerfall

Mit dem 9 November jährt sich der "Schicksalstag der Deutschen", denn kein anderes Datum ist so gravierend mit der deutschen Geschichte verknüpft: Positive und negative Ereignisse prägen die Geschichte des 9 Novembers historisch und emotional für die Deutschen - so der Beginn der Weimarer Republik, die Reichspogromnacht und der Berliner Mauerfall.

1918

Noch prägt den 9 November ein positiver Umbruch: Kaiser Wilhelm II. dankt ab und Friedrich Ebert wird mit den Amtsgeschäften betraut. Die "deutsche Republik" wird gegen 14 Uhr vom Sozialdemokraten Philipp Scheidemann aus einem Fenster des Berliner Reichstagsgebäudes ausgerufen. Karl Liebknecht verkündet vom Berliner Stadtschloss aus zwei Stunden später die "deutsche Räterepublik". Deutschland trägt schwer an den Lasten des verlorenen Ersten Weltkriegs, die Deutschen erhoffen sich einen Umbruch, doch nur 14 Jahre sollte die Weimarer Republik bestehen.

1923

Es ist wieder der 9 November, das düsterste Kapitel deutscher Geschichte beginnt vor der Feldherrnhalle in München mit Adolf Hitlers scheiterndem Putsch der Berliner Reichsregierung. Weitere zehn Jahre werden vergehen, schließlich kommen die Nationalsozialisten an die Macht. Die Diktatur Adolf Hitlers prägt Deutschland.

1938

Es ist die Zeit der Pogrome, eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte: In der "Reichspogromnacht" setzen die Nationalsozialisten über 1 400 Synagogen, Betstuben und sonstige jüdische Versammlungsräume im gesamten Deutschen Reich in Brand und treiben Juden aus ihren Wohnungen und Geschäften, verprügeln und ermorden sie. Jüdische Friedhöfe werden geschändet und zerstört, in den Folgetagen werden ungefähr 30 000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert.

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1989

Endlich assoziiert man mit einem 9 November wieder freudige Tage: Die Mauer, die Deutschland in Ost und West teilt, wird plötzlich geöffnet. Es ist die Zeit des Umbruchs, es ist die Wende, ein vormals geteiltes Deutschland, vormals geteilte Familien werden friedlich wieder vereint. Die Schreckensherrschaft der DDR findet um 18.57 Uhr ein Ende. Auf einer Pressekonferenz anlässlich der Unruhen und Fluchtbewegungen aus der DDR verkündet Günter Schabowski, Sekretär des Zentralkomitees für Öffentlichkeit, fast beiläufig, dass alle Grenzen der DDR nach Westberlin und zur Bundesrepublik geöffnet würden. Die bis dahin unfassbare Nachricht ist in aller Munde, Menschenmassen stürmen noch in derselben Nacht über die Grenze, vorbei an von der Situation völlig überrumpelten Grenzposten. Die Mauer ist gefallen, Deutschland ist wieder vereint.

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