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Ab Herbst: Der Perso wird elektronisch

Der neue Personalausweis soll noch in diesem Jahr kommen. Die elektronische Smartcard wird viel kleiner sein als der altbekannte, sperrige Perso und enthält einen Chip, auf dem alle wichtigen persönlichen Daten gespeichert sind. Aber, liebe Datenschützer, keine Sorge: Zum gläsernen Menschen wird man nicht.

Klein und verbessert soll er sein, der neue, elektronische Personalausweis. Ab Herbst können Bundesbürger ihn beantragen, berichtet die Online-Ausgabe des Hessischen Rundfunks. Er passt im Gegensatz zu dem jetzigen Perso hervorragend ins Portemonnaie und kann dennoch viel mehr als der alte.

Denn die neue Smartcard-ähnliche Karte enthält einen Chip, auf dem alle persönlichen Daten gespeichert sind. Die Daten sind verschlüsselt, also nicht für alle zugänglich. Der Chip funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wie auf den neuen EC- oder Kreditkarten. Optional kann noch jeder Bürger wählen, ob er auch seine Fingerabdrücke mit angeben möchte.

Mit einem Zusatzgerät, das an den PC angeschlossen wird, kann man mit dem neuen Perso elektronisch unterschreiben. Karte in das Gerät schieben, PIN eingeben und schon hat man sich identifiziert. Einkaufen im Internet, etwa bei ebay, soll so sicherer und einfacher gemacht werden. Der Chip gibt aber nicht alle Daten preis, sondern nur die, die für die Transaktion wichtig sind. Ansonsten bleibt man weiterhin anonym.

Für diese elektronischen Spielereien, die viele sicherlich als unnötigen Schick-Schnack bezeichnen, muss man allerdings tiefer in die Tasche greifen: 28 Euro kostet der neue Perso bei Antragstellung, junge Menschen müssen immerhin noch 19 Euro bezahlen. Pflicht ist die neue Smartcard aber noch nicht. Erst wenn der alte Perso abgelaufen ist, kommt man nicht drum herum, den neuen, elektronischen Personalausweis zu beantragen.

Bild: YouTube

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