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Ägypten: Eskalation der Gewalt

In Ägypten herrscht derzeit die Gewalt. Nachdem das Militär den Präsidenten Mohammed Mursi gestürzt hat, kam es zu harten Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Machthabers und den Soldaten. Die Gewalt ist so sehr eskaliert, dass bereits 95 Menschen ihr Leben ließen, Hunderte wurden verletzt.

Für einen Monat wurde jetzt der Ausnahmezustand ausgerufen, die Straßen von Kairo gleichen einem Schlachtfeld. In den Morgenstunden hoben Polizei und Militär zwei Lager der islamistischen Muslimbrüder aus, die Präsident Mursi sehr nahe stehen. Dabei wurde Tränengas eingesetzt, außerdem gab es viele Schüsse.

Mit Bulldozern und gepanzerten Fahrzeugen rückten die Militärs an. Demonstranten berichteten, dass die Tränengaspatronen wie Regen auf sie niederprasselten. Zelte der Muslimbrüder wurden einfach niedergewalzt. Durch eine Sitzblockade wollten sie die Wiedereinsetzung des Präsidenten erreichen. Von Dächern schossen Sicherheitskräfte auf die Demonstranten, der Himmel war voller Rauch.

Darauf eskalierte die Gewalt auch in Städten wie Suez, Minja, Assiut und Alexandria wie auch in der südlich von Kairo gelegene Provinz Fajum. Unter den Toten ist auch ein 12-jähriger Junge und ein Kameramann des britischen Senders Sky News. Bundesaußenminister Guido Westerwelle forderte das Ende der Gewalt und die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Doch zuvor muss wohl die UN einschreiten, um das Massaker in den Griff zu bekommen.

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