Excite

In Ägypten droht die Anarchie

In Ägypten spitzt sich die Lage immer weiter zu, die Opposition und die Bevölkerung demonstrieren weiter gegen Präsident Hosni Mubarak, während in den Städten geplündert und deutsche Unternehmen ihre Werke vorübergehend schließen. Zahlreiche Staaten holen ihre Bürger nun aus Ägypten in ihr Land zurück.

Am Montagnachmittag setzten Oppositionelle die Demonstrationen fort. Tausende Menschen kanen am Tahrir-Platz in Kairo zusammen und forderten den Rücktritt von Präsident Mubarak, darunter Friedensnobelpreisträger Mohamed el-Baradei. Auch Hollywoodstar Omar Sharif schlägt sich auf die Seite der Demonstranten. Die Demo verlief ohne Vorfälle, die Armee, die rund um den Platz postiert war, verhielt sich ruhig. Erstaunlich, denn offiziell galt ab Montag 15 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) eine Ausgangssperre. Hubschrauber kreisten zudem über der Stadt.

Derweil vermelden Zeitungen wie die WAZ, das bereits über 150 Menschen bei den Unruhen gestorben seien. Es herrsche Anarchie in Ägypten. Aus den Gefängnissen brechen die Gefangenen aus, es werde geplündert und geraubt. Deutsche, die in Ägypten arbeiten, hätten sich schon nach einer baldigen Ausreise erkundigt.

Deutsche Unternehmen in Kairo und Umgebung schließen vorerst ihre Pforten. BMW und Daimler stellt die Produktion ein, Thyssen Krupp und RWE schickten seine Mitarbeiter nach Hause. Präsident Mubarak scheint unterdessen nicht an Rücktritt zu denken. Er tauschte zwar Minister in seinem Kabinett aus, aber seine engsten Gefolgsleute sind nach wie vor im Amt. Die politische Geschichte zeigt aber, dass es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Hosni Mubarak in Ägypten seine Präsidentenära beenden muss, der Druck des Volkes siegt doch meistens.

Bild: YouTube Demonstration mit el-Baradei

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016