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Air-France-Maschine scheinbar in der Luft zerbrochen

Die Suche nach den Ursachen für das Flugzeugunglück des französischen Airbus vor der Küste Brasiliens geht weiter. Französische Medien berichten, dass die Maschine womöglich in der Luft auseinandergebrochen ist, Beobachtungen eines spanischen Piloten könnten diese Theorie bestätigen.

Laut "Welt Online" konnte die Crew eines Flugzeuges der spanischen Gesellschaft Air Comet einen "intensiven Lichtschein" am Himmel wahrnehmen. Die Maschine war auf dem Weg von Lima in Peru nach Madrid, sowohl der Pilot als auch der Copilot und eine Passagierin beobachteten einen Lichtschein, der sich "vertikal nach unten" bewegt hätte. Dabei habe er sich in sechs Teile gelöst, nach wenigen Sekunden sei nichts mehr zu sehen gewesen. Der spanische Pilot benachrichtigte seine Airline, die gab die Informationen an die Air France weiter. Von den Franzosen gab es bisher keine Stellungnahme dazu.

Nach einem Bericht auf "FOCUS Online" äußerten französische Medien, dass die Air- France-Maschine mit einer falschen Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei und deshalb möglicherweise in der Luft auseinanderbrach. Experten werten letzte Funkmeldungen des Unglücksflugzeuges aus, denen zufolge die Instrumente ausgefallen waren. Auch die weite Streuung der Trümmer und die lange Öl- bzw. Kerosinspur im Wasser unterstreichen diese These. Die falsche Geschwindigkeit macht den Airbus 330 bei schlechten Wetterverhältnissen teilweise unkontrollierbar. "Das sieht ganz klar wie die Geschichte eines Flugzeugs aus, das auseinanderbrach", schätzte auch ein Experte der "Associated Press" nach derzeitiger Erkenntnislage. Genaueres werden aber erst die weiteren Untersuchungen ergeben.

Die Wrackteile des verunglückten Airbus sind über 230 Kilometer verteilt, die Kerosinspur zieht sich über eine Strecke von 20 Kilometern. Noch immer fehlt jede Spur vom Flugschreiber, der nach ca. einem Monat aufhört, Signale zu senden. Bei der größten Katastrophe in der Zivilluftfahrt seit 2001 sind am Montag 228 Menschen vor der Küste Brasiliens ums Leben gekommen.

Bild: www.YouTube.com

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