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Alitalia: Air France-KLM bricht Übernahmeverhandlung ab

Wir berichteten bereits über die Verhandlungen von Alitalia mit AIR-France-KLM.

Nun scheint sich Berlusconis Wunsch, nicht ans Ausland zu verkaufen, erfüllt zu haben: Air France-KLM-Chef Jean-Cyril Spinetta hat die Verhandlungsrunde mit den italienischen Gewerkschaften zum Kauf von Alitalia abgebrochen, woraufhin der Präsident von Alitalia, Maurizio Prato, zurücktrat und die Worte sprach: "Dieses Unternehmen ist verflucht, nur ein Exorzist kann es noch retten."

Somit sind die Übernahmeverhandlungen erstmals beendet. Das vorgelegte Forderungspaket, seitens der italienischen Gewerkschaften, zur Übernahme der italienischen Fluggesellschaft sei unannehmbar und gehe über sein Verhandlungsmandat hinaus, habe Spinetta erläutert. Dennoch wolle er die Forderungen dem Verwaltungsrat zur Prüfung vorlegen.

Zuvor hatte Spinetta Entgegenkommen bei der angestrebten Verringerung der Flugzeugflotte der italienischen Airline und der Mitarbeiterzahl deutlich gemacht, wie aus Gewerkschaftskreisen berichtet wurde. Allerdings hatten die Gewerkschaften die Übernahmepläne von Air France-KLM strikt abgelehnt. Jedoch macht Spinetta die Übernahme des Staatsanteils (von 49,9%) von der Zustimmung der Gewerkschaften abhängig. Auch hatte Air France-KLM mehrfach verlangt, dass die neue Regierung in Rom nach den Neuwahlen am 13./14. April dem Kauf noch zustimmt. Alitalia fliegt täglich eine Million Euro Verlust ein.

Quelle: FAZ.net
Bild: nasebaer (Flickr)

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