Excite

Alternativer Nobelpreis geht zum ersten Mal nach Palästina

Der Alternative Nobelpreis 2013 geht zum ersten Mal nach Palästina: Der Rechtsanwalt Raji Sourani bekommt den Preis für sein "Engagement für Menschenrechte unter extrem schweren Bedingungen".

Neben dem weltbekannten Nobelpreis, der an Menschen verliehen wird, die sich im Bereich der Wissenschaft, Literatur und Frieden einsetzen, gibt es auch noch den weniger bekannten Alternativen Nobelpreis: Dieser kommt Menschen zugute, die sich für Menschenrechte einsetzen - oft unter Gefahr des eigenen Lebens. In diesem Jahr geht er nach Palästina, den Kongo, USA und die Schweiz. Oft ist der Preis eine Lebensversicherung für diejenigen, die ihn bekommen.

94 Kandidaten standen zur Auswahl. Die Jury zeichnete schließlich an den Rechtsanwalt Raji Sourani, an Paul Walker aus den USA, an den kongolesischen Arzt Denis Mukweg und den Schweizer Agrarwissenschaftler Hans Herren. "Die Grundidee ist, praktische Lösungen auszuzeichnen", sagt Ole von Uexküll, Geschäftsführer der "Right Livelihood Award"-Stiftung. So heißt der Alternativ Nobelpreis.

Seit 1980 wird dieser Preis verliehen. Damit soll auch indirekt Kritik am Nobelpreis geübt werden. Die Preisverleihung findet im Dezember im Schwedischen Reichstag statt. Während einer Zeremonie werden die Preisträger ausgezeichnet. Dotiert ist der Alternative Nobelpreis mit 57.000 Euro. ALso um einiges weniger, als der reguläre Nobelpreis.

Der Rechtsanwalt Raji Sourani bekommt den Preis für sein "Engagement für Menschenrechte unter extrem schweren Bedingungen". Paul Walker aus den USA setzt sich seit vielen Jahren für die Vernichtung von Chemiewaffen ein. Denis Mukwege, Arzt aus dem Kongo, hat schon zehntausende Vergewaltigungsopfer behandelt und Agrarwissenschaftlicher Hans Herren aus der Schweiz gilt als Experte im Bereich der biologischen Schädlingsbekämpfung.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016