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Am Sonntag wird die Uhr umgestellt

In Deutschland ist es Tradition, im März die Uhr eine Stunde vorzustellen, um sie dann im Oktober wieder eine Stunde zurück zu stellen. Ausgesucht wird dafür immer die Nacht von Samstag auf Sonntag. Das hat mit Sicherheit für viele Menschen Vorteile. Denn es kommt schon mal vor, dass man die Zeitumstellung vergisst. Wenn man dann am nächsten Tag bei der Arbeit erscheinen soll, kann es sein, dass man entweder zu früh da ist, oder, was noch schlimmer ist, eine Stunde zu spät antanzt. Und dann weiß man gar nicht, warum Chef und Kollegen sauer sind.

Für das feierwillige Volk ist die Zeitumstellung auf die Winterzeit natürlich erfreulicher. Denn da um 3 Uhr die Uhren exakt eine Stunde zurückgedreht werden, hat man sozusagen eine Stunde mehr zu feiern. Im Sommer dagegen verliert man eine Stunde, denn da werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt, und eh man sich versieht, ist es 3 Uhr.

Für die Deutsche Bahn ist diese Zeitumstellung natürlich immer eine logistische Herausforderung. Der Verkehr muss planmäßig weiter laufen, auch wenn mitten in der Nacht die Zeit plötzlich eine Kapriole schlägt. Die DB stellt den Verkehr sicher, indem die Züge ab dem Zeitpunkt, wenn die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden, einfach 60 Minuten an dem Bahnhof warten, an dem sie gerade sind. So geht es dann planmäßig weiter.

Aber damit die Kunden der Bahn auch immer wissen, wie spät es ist, müssen auch die Bahnhofsuhren stimmen. Etwa 120.000 Uhren müssen an den Bahnhöfen in Deutschland umgestellt werden. Das Signal kommt aus Braunschweig und wird reibungslos laufen. Oder mit etwas Verspätung.

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