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Amnesty International: 2010 weniger Hinrichtungen

Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International veröffentlichte jetzt die Zahl der weltweiten Hinrichtungen im Jahr 2010, demnach sei die Anzahl der vollstreckten Todesstrafen zurück gegangen. Allerdings gäbe es noch eine Dunkelziffern von nicht bekannt gewordenen Vollstreckungen.

Insgesamt seien 527 Menschen in 23 Ländern exekutiert worden, berichtet Amnesty International. Das sei ein erheblicher Rückgang, denn im Jahr 2009 notierte die Menschenrechtsorganisation noch 714 vollstreckte Todesstrafen. Das berichtet jetzt die österreichische Zeitung Der Standard.

Die meisten Exekutionen fanden in China und im Iran statt. In 58 Ländern gäbe es weiterhin die Todesstrafe, mehr als die Hälfte hätten sie 2010 aber nicht angewandt. Dafür haben mehrere Staaten, wie etwa Weißrussland, wieder angefangen, Todesurteile auszusprechen und umzusetzen. 2009 sei noch ein hinrichtungsfreies Jahr in Europa und Zentralasien gewesen. Doch Weißrussland habe zwei Menschen exekutiert. Das nennt Amnesty International als Rückschlag. Allerdings habe Gambia die Todesstrafe abgeschafft.

Wie viele Menschen genau in 2010 hingerichtet wurden, sei aber unbekannt, denn China hält Informationen darüber zurück. Amnesty International geht davon aus, dass dort tausende Menschen umgebracht wurden. Die Dunkelziffer liegt damit sehr hoch. Höher als die 527 Hinrichtungen, die Amnesty International nun in seinem jährlichen Bericht über Todesstrafen vermeldet.

Bild: amnesty.de

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