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Amoklauf im mittelfränkischen Ansbach: Zehn Verletzte

An einer Schule in Ansbach hat ein Schüler heute Morgen einen Amok-Anschlag verübt. Am Gymnasium Carolinum in Mittelfranken sind laut "Süeddeutsche.de" zehn Menschen verletzt worden, darunter auch der Täter selbst.

Gegen 08:35 soll der 18-jährige Amokläufer mit einer Axt und mehreren Molotow-Cocktails die Schule betreten haben. Nach Angaben von "Bild.de" stürmte er im dritten Stock eine Klasse, warf zwei Brandgeschosse und schlug mit der Axt um sich. Dabei verletzte er zwei Schülerinnen, ehe er eine weitere der leicht entflammbaren Brandbomben im Flur zündete. Die Lehrer des Carolinum haben blitzschnell reagiert und den Feueralarm ausgelöst, auch die Polizei war längst auf dem Weg.

Die meisten der 700 Ansbacher Schüler gingen von einer Übung aus, als sie sich auf dem Schulhof versammelten. Der Täter verschanzte sich in einer Toilette und konnte von der Polizei wenig später gestellt werden, insgesamt ca. zehn Minuten nach seinem Amoklauf. Bei der Festnahme kam es zum Schusswaffengebrauch, der 18-Jährige wurde laut Einsatzleiter Udo Dreher am Oberkörper getroffen. Es wurde bereits Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen, wegen seiner schweren Verletzungen ist der Amoktäter aber momentan nicht ansprechbar.

Bei dem Täter handelt es sich angeblich um Frank R., einen als ruhig und unauffällig bekannten Schüler der Jahrgangstufe 13. Zwei seiner Opfer sind schwer verletzt, befinden sich jedoch nicht in Lebensgefahr. Über das Motiv der Tat wird derzeit nur gerätselt. Am morgigen Freitag bleibt das Gymnasium Carolinum jedenfalls zunächst geschlossen. Vielleicht weiß man dann auch bereits genauere Hintergründe zum Amoklauf in Ansbach.

Bild: YouTube

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