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Amoklauf in Landshut – Mann schießt um sich, zwei Tote

Wegen eines Erbschaftsstreits im Landgericht Landshut fing ein 60-jähriger Mann eine Schießerei an und tötete dabei laut Polizeiangaben eine Frau – zwei weitere Menschen wurden darüber hinaus schwer verletzt. Neben der Frau, die ihren Verletzungen erlag, richtete sich der Täter selbst und starb an Ort und Stelle. Die Polizei spricht aus diesen Gründen von einem Amoklauf.

Der aus dem Nachbarort Dingolfing stammende Täter, sei mit der getöteten Frau verwandt gewesen. Die beiden anderen Opfer, von denen einer einen Schuss in den Oberkörper erlitt, wurden mit dem Rettungshubschrauber direkt ins Krankenhaus gebracht. Möglicherweise, so Oberstaatsanwalt Markus Kring, sei einer der Angeschossenen ein Rechtsanwalt gewesen.

Nach Informationen von Spiegel-Online erlitten zahlreiche Anwesende einen Schock – als die Polizei nach einem Notruf am Tatort eintraf, hatte sich der Täter bereits selbst niedergestreckt, so dass die Beamten keinen einzigen Schuss mehr abgegeben mussten. Während einer Verhandlungspause gegen 10.15 Uhr hatte der Mann im Sitzungssaal um sich geschossen.

So handelte es sich bei sämtlichen Opfern um Prozessbeteiligte, der Schütze begab sich nach seiner Tat umgehend in einen Nebenraum, und erschoss sich dort selbst. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer zeigte sich bestürzt: "Das ist wiederum eine unbegreifbare Tat. Mir erscheint nach allen Ereignissen der letzten Wochen eine Kontrolle des Waffenrechts als ein Schwachpunkt." Aus welchen Gründen es genau zu dem Amoklauf im Landsgericht Landshut kam, werden erst die kommenden Ermittlungen ergeben.

Bild: Screenshot Tagesschau.de

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