Excite

Amoklauf: Täter war in psychotherapeutischer Behandlung

Mit einer Axt und Molotow-Cocktails lief gestern der 18-jährige Georg R. Amok an seiner Schule, dem Gymnasium Carolinum in Ansbach. Er verletzte dabei mehrere Mitschüler, teils schwer. Nun gelangen erste Details über den Täter an die Öffentlichkeit.

Er schlug mit einer Axt wild um sich, zündete Molotow-Cocktails und verschanzte sich dann in der Toilette, wo er von der Polizei erst niedergeschossen, dann gestellt wurde. Georg R. lief gestern an seiner Schule Amok. Nachdem der Computer des 13.-Klässlers untersucht wurde, ist klar: Das war eine von langer Hand geplante Aktion. Laut Bayerischer Rundfunk fanden die Ermittler ein Dokument, in dem von einer "Apokalypse" die Rede ist.

Georg R. gilt laut bild.de als Außenseiter an seiner Schule. Mitschüler beschreiben ihn als ruhigen Typen, der in den Pausen eher alleine in der Aula sitzt. In der fünften und sechsten Klasse soll R. versucht haben, sich als Anführer zu etablieren, konnte sein Ziel aber nicht erreichen. Daraufhin habe er sich immer mehr zurückgezogen. Er trage immer einen schwarzen Mantel, auch beim Amoklauf. Seine Lieblingsmusik sei Heavy Metal. Außerdem soll der Amokläufer sich schon länger in psychotherapeutischer Behandlung befunden haben.

Mit seinen zwei jüngeren Schwestern lebt Georg R. bei seinem Vater. Die Eltern haben sich scheiden lassen. Seine Mutter wohnt in der gleichen Straße. Laut bild.de hätte der Amokläufer mit seiner Jahrgangsstufe am Tag des Amoklaufs zur Abschlussfahrt nach Rom aufbrechen sollen. Ein Zimmer habe aber niemand mit ihm teilen wollen, sagte ein Mitschüler. Georg R. hatte aber eh nie vor, nach Italien zu fahren, sondern startete an seiner Schule einen Amoklauf mit Axt und Molotow-Cocktails und verletzte dabei einige seiner Mitschüler teilweise schwer.

Bilder: Screenshot Bild.de

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016