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Amstetten - Neuigkeiten zum Inzest-Fall

Der Inzest-Skandal im niederösterreichischen Amstetten bringt immer mehr Details ans Tageslicht. Bereits Montag berichteten wir über die unfassbar grausamen Taten des 73-jährigen Josef Fritzl, der sieben Kinder mit seiner eigenen Tochter zeugte und vier Menschen über 24 Jahre in einem Kellerverlies festhielt.

Inzwischen sitzt Fritzl in Untersuchungshaft in St. Pölten. Die angekündigten DNA-Proben haben mittlerweile Sicherheit darüber gebracht, dass Elisabeth Fritzls Kinder alle von ihrem Vater stammen. Der muss sich nach Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch und Freiheitsberaubung nun wohl auch wegen Mordes vor Gericht verantworten. Unterlassene Hilfeleistung habe zum Tod eines der Kinder kurz nach der Geburt geführt.

Fritzl ist geständig und wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Gefängnis nie wieder verlassen. Es wurde berichtet, gegen den Rentner sei bereits in den 70er-Jahren wegen Vergewaltigung ermittelt worden. Nach wie vor wird davon ausgegangen, dass Fritzls Ehefrau von den grausamen Verbrechen ihres Mannes nichts gewusst hat. Allerdings berichteten Nachbarn, dass einer der Söhne Josef Fritzls als Hausmeister des Wohnhauses einen Schlüssel zum Keller hatte. Nun wird spekuliert, ob er Mitwisser der Verbrechen war.

Die Kinder, die Elisabeth Fritzl während der 24 Jahre zur Welt brachte, erhalten nun möglicherweise eine neue Identität, um irgendwann ein geordnetes Leben unter anderen Voraussetzungen beginnen zu können. Josef Fritzls Anwalt beschreibt den Beschuldigten als "emotional gebrochen", nach Gutachtern im Gefängnis bestehe jedoch keine Selbstmordgefahr.

Quellen: Welt Online, Sueddeutsche.de
Bild: YouTube

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