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Angela Merkel kritisiert Abhöraktion der USA

Das Verhältnis zwischen den USA und Europa ist massiv angespannt. Schuld daran ist eine Aushorchaktion der NSA. Der US-Geheimdienst hat mehrere europäische Staaten ausspioniert. Dies wurde jetzt durch Medienberichte bekannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte "mit Verwunderung, besser gesagt mit Befremden".

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte im Auftrage von Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Abhören von Freunden, das ist inakzeptabel." Man sei nicht mehr im Kalten Krieg. Er räumt aber ein, dass die Infos bisher nur auf Medienberichten beruhen würden. Sollten sich diese allerdings bestätigen, werde es Konsequenzen geben, so Seibert.

Die Aktion der NSA habe das Verhältnis zwischen USA und EU bereits gestört. Innenminister Hans-Peter Friedrich hält es für unausweichlich, dass sich die USA dafür entschuldige. Wenn herauskommen würde, dass die NSA auch die deutschen Botschaften ausspioniert habe, dann würde das zu Verzögerungen im deutsch-amerikanischen Verhältnis führen.

US-Botschafter Philip Murphy sucht nun das Gespräch mit Außenminister Guido Westerwelle. Er wolle versuchen, die Wogen etwas zu glätten und wieder neues Vertrauen aufzubauen. Die USA dagegen verstehen die Aufregung wohl nicht. Das Sammeln von Informationen, die zur eigenen Sicherheit dienen, sei nichts ungewöhnliches, meint US-Außenminister John Kerry. In Brüssel aber sagen Diplomaten, dass die NSA-Aktion "weit über die Anforderungen für die nationale Sicherheit hinaus" gingen.

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