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Angst vor Ebola: Amerikaner könnte 30 000 Menschen infiziert haben

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Die Angst vor Ebola geht derzeit um, kann das Virus auch nach Europa und nach Deutschland gelangen? Am letzten Freitag starb ein Amerikaner in Lagos, Nigeria und dieser Mann könnte das Virus weit verbreitet haben. Er kam mit dem Flugzeug aus Liberia und machte einen Zwischenstopp in Togo. Der Vater von drei Kindern arbeitete für das liberianische Finanzministerium. Experten haben hochgerechnet, dass er auf seiner Reise rund 30 000 Menschen infiziert haben könnte.

Vor allem in Westafrika treibt die Krankheit Ebola sein Unwesen. Guinea, Liberia und Sierra Leone sind betroffen. Die Mediziner von Ärzte ohne Grenzen befürchten, dass das Virus noch auf andere Länder übergreift. 1200 Menschen sollen in den drei Ländern infiziert sein, 670 sind bereits gestorben. In Libera geht man hart dagegen vor. Schulen und Märkte bleiben vorerst geschlossen, abkömmliche Staatsbedienstete haben 30 Tage Zwangsurlaub.

In Sierra Leone werden ganze Gebiete im Osten unter Quarantäne gestellt, es herrscht der nationale Gesundheitsnotstand. Das klingt alles sehr besorgniserregend. In Nigeria saß der prominente Schauspieler Jim Iyke mit einer Maske am Flughafen. Er postete bei Twitter ein Bild davon und schrieb, dass er sich nicht dafür schäme, Angst vor Ebola zu haben.

Doch Experten sind sich sicher, dass die Krankheit nicht nach Deutschland und Europa übergreifen wird. "Es ist zwar möglich, dass das Virus mit einem Infizierten nach Europa importiert wird, aber es wird sich hier nicht weiter verbreiten", meint Tropenmediziner Stephan Günther vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Ein ungutes Gefühl bleibt aber dennoch.

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