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Anschlag am Frankfurter Flughafen

Am Mittwochnachmittag kam es zu einem Anschlag am Frankfurter Flughafen, ein 21-jähriger Mann schoss auf einen Bus mit US-Soldaten. Zwei Menschen kamen ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Der aus dem Kosovo stammende Täter Arid U. konnte gestellt werden und wird inzwischen verhört. Eine politische Tat mit islamistischem Hintergrund wird immer wahrscheinlicher. Sollte dies der Fall sein, wäre es das erste mal, dass einem muslimischen Extremisten ein Attentat innerhalb der Bundesrepublik gelungen ist.

Laut 'Tagesspiegel.de' war Arid U. auf den Bus mit den Soldaten zugegangen und schoss zunächst auf einen von ihnen vor dem Fahrzeug. Anschließend stieg er ein und tötete den Fahrer. Nachdem er zwei weitere Insassen verletzt hatte, floh er ins Terminal, wo ihn die Polizei überwältigen konnte. Insgesamt soll er neun Schüsse abgegeben haben, einer der beiden Verletzten schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Der Kosovo-Albaner wurde intensiv vehört und die Hinweise darauf, dass die Tat politisch motiviert war, verdichten sich. Zunächst sprach der hessische Innenminister Boris Rhein bewusst von einem 'Tötungsdelikt' und nicht von einem Terrorakt. Mittlerweile aber berichtet u.a. 'Focus Online', dass Arid U. über Facebook Kontakt zu radikalen islamischen Predigern gehabt habe. Polizeisprecher Jürgen Linker gab an, dass man trotzdem von einem Einzeltäter ausgehe, der sehr genau geplant habe. Die Gerüchte, denen zufolge der Angreifer auf Arabisch 'Gott ist groß' gerufen haben soll, wollte die Polizei nicht bestätigen.

Die US-Soldaten hatten in Frankfurt Zwischenhalt, sie waren von der Airbase Lakenheath in Großbritannien gekommen und sollten zum US- Stützpunkt im pfälzischen Ramstein gebracht werden. In gesamten Bus befanden sich offenbar mindestens dreizehn Personen, die Zahl wird unterschiedlich angegeben. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch US-Präsident Barack Obama zeigten sich bestürzt und versprachen vollständige Aufklärung des Anschlags.

Eine Pressekonferenz zum Vorfall werde es vorerst nicht geben, die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe konzentriere sich nun auf ihre Ermittlungen. Was immer die Verhöre von Arid U. auch ergeben werden, nach dem Anschlag am Frankfurter Flughafen hat natürlich zunächst mal das Überleben der verletzten US-Soldaten höchste Priorität.

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