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Argentinien: Vulkanasche begräbt Grenzregion

Der Vulkanausbruch in Chile hat im benachbarten Argentinien breite Landstriche unter einer bis zu 30 Zentimeter hohen Ascheschicht begraben. Da das Vieh kein Futter mehr findet und die Asche die Touristen abhalten könnte, fürchten die Menschen in der Region in Patagonien um ihre Lebensgrundlage. Der Wirtschaftsnotstand wurde ausgerufen.

Besonders betroffen ist die Ortschaft Villa La Angostura. Der Ort mit 7500 Einwohnern ist unter der grauen Ascheschicht kaum wiederzuerkennen. Der Strom fiel großflächig aus, die Wasserversorgung wurde teilweise unterbrochen und Schulen mussten geschlossen werden. Der Ort, der vom Wintersport-Tourismus lebt, sieht seine wirtschaftliche Grundlage bedroht. Auch das zweite wirtschaftliche Standbein, die Viehzucht ist durch die alles bedeckende Asche gefährdet, da die Tiere bald nicht mehr ernährt werden könnten. Die zuständigen Behörden in Argentinien versprachen unbürokratische Hilfe.

In einem Umkreis von 40 Kilometern um den chilenischen Vulkan Cordón Caulle ist die Landschaft unter einer dicken Ascheschicht begraben. Nach dem Vulkanausbruch am 4. Juni war auch der Flugverkehr bis hin nach Australien und Neuseeland durch die Aschewolke massiv behindert worden. Auch in Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay mussten unzählige Flüge gestrichen werden, zehntausende Passagiere strandeten an den Flughäfen.

Das Szenario erinnert an den Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, der im letzten Jahr für Chaos im Flugverkehr in Europa gesorgt hatte. Jedes Jahr brechen weltweit etwa 50 Vulkane aus, von denen jedoch nur wenige solche Schlagzeilen machen, wie der Vulkanausbruch in Chile mit seinen dramatischen Folgen für Argentinien und den Flugverkehr in der Region.

Quelle: focus.de, abendblatt.de, Tagesschau

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