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Erneut Rauch über Atomkraftwerk Fukushima

Nachdem die Lage im Atomkraftwerk Fukushima am Wochenende als stabil galt, scheint es nun wieder Probleme mit Reaktor 3 zu geben. Über dem am schwersten beschädigten Reaktor steigt erneut dichter Rauch auf. Die dort verbliebenden Arbeiter mussten die Anlage verlassen.

Zuletzt war der Druck im Reaktor 3 wieder angestiegen. Die Ursache der Rauchentwicklung ist aber unklar. Es wird weiterhin versucht, die beschädigten Reaktoren mit Wasserwerfern zu kühlen. Mithilfe einer neuen Stromleitung konnte zudem ein Kühlsystem in Reaktor 5 wieder in Betrieb genommen werden.

Zu den aktuellen Strahlenwerten auf dem Gelände des Atomkraftwerks gibt es widersprüchliche Angaben. Zunächst hieß es, es gäbe keine Erhöhung der Radioaktivität, dann wurde aber doch eine geringfügige Steigerung eingeräumt.

Derweil wurden in Lebensmitteln aus der Umgebung des Atomkraftwerks erhöhte Strahlungswerte gemessen. Besonders in Milch und Spinat seien Werte festgestellt worden, die die als unbedenklich geltenden Grenzwerte deutlich überschreiten. Die japanische Regierung gab die Anweisung, den Vertrieb belasteter Produkte sofort zu stoppen. In der Präfektur Fukushima solle zudem darauf verzichtet werden, das Leitungswasser zu trinken, da dies ebenfalls zum Teil erhöhte Strahlenwerte aufweise.

Mittlerweile sind die Aufräumarbeiten nach dem Erdbeben und dem Tsunami in vollem Gange. Noch immer werden mehr als 12000 Menschen vermisst, die Zahl der offiziell bestätigten Toten stieg auf 8133. Überraschend konnten neun Tage nach dem verheerenden Tsunami noch eine 80 jährige Frau und ihr Enkel aus den Trümmern eines Hauses geborgen werden. Die Welt hofft nun auf eine ähnlich positive Nachricht aus dem Atomkraftwerk Fukushima.

Quelle: spiegel.de, tagesschau.de
Bild: youtube.com

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