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Australier raucht Bibel und Koran

Der Australier Alex Stewart hat am Wochenende weltweit die Gemüter erhitzt, indem er in einem YouTube-Video Seiten aus der Bibel und dem Koran nutzte, um Zigaretten zu drehen und zu rauchen. Der bekennende Atheist wollte mit der Aktion ein Statement zu Religionen im Allgemeinen abgeben, nun ist der Hochschulmitarbeiter arbeitslos.

In dem etwa 12 Minuten langen Video 'Bible or Koran - which burns best?' sitzt Stewart vor seiner Webcam und schildert seine Sicht der Dinge. 'Ich verbrenne Bibeln schon seit Jahren für verschiedene Zwecke', sagt der 29-Jährige sarkastisch und erklärt, das habe ihn auf die Idee gebracht, wissenschaftlich zu untersuchen, was denn nun besser brenne, Bibel oder Koran. Anschließend hält er eine transparente Tüte mit einer grünen Substanz in die Kamera, in einem Gespräch mit seinem Arbeitgeber soll er geschworen haben, dass es sich nicht um Marihuana gehandelt habe. Was er schließlich raucht, sieht natürlich stark nach einem Joint aus.

Das Video, das die Gemüter erhitzte

Überhaupt sei alles nur ein Scherz gewesen, 'Mit Respekt gegenüber Büchern wie der Bibel und dem Koran, wie auch immer, kommt drüber hinweg' sagt er im Video wenig respektvoll. Es seien eben 'nur Bücher' und die Menschen würden sie 'viel zu ernst nehmen'. Nicht nur, dass die Aktion um den Jahrestag der Anschläge vom 11. September stattfand, das Thema war durch die Ankündigungen von Koran-Verbrennungen eines amerikanischen Pfarrers ohnehin schon stark aufgeladen.

Ganz so scherzhaft, wie sich Stewart im Video gibt, scheint sein Anliegen auch nicht zu sein. Der Jurist ist Mitglied einer Gruppe von Atheisten in Brisbane. Sein Arbeitgeber, die Queensland University of Technology, hat das Beschäftigungsverhältnis direkt nach dem Wochenende beendet. Peter Coaldrake, Vizekanzler der Hochschule, bedauert den Vorfall und sagte laut dem 'Telegraph', die Universität sei 'extrem traurig und enttäuscht'.

Islamgruppen in Australien rieten den Muslimen, nicht auf die Provokation zu reagieren. Christliche Sprecher verurteilten Stewarts Video als respektlos und beleidigend. Nun bleibt abzuwarten, ob auf Stewart noch mehr wartet. Weil er in seinem Video Seiten der Bibel und des Korans rauchte, hat der Australier nun jedenfalls weder religiöse Lobbyisten als Freunde noch einen Job.

Bild: YouTube

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