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Autofahren beim Oktoberfest – Beckstein buhlt um Biertrinker

Kurz vor der kritischen Landtagswahl hat Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein mit Aussagen über den Bierkonsum beim Oktoberfest eine große Diskussion ausgelöst und Kritik von allen Seiten auf sich gezogen.

Beckstein hatte bei einem Radiointerview verkündet, man könne auf dem Oktoberfest ruhig mal zwei Maß Bier trinken und danach trotzdem noch ohne Probleme mit Auto fahren. Zwar, so schränkte er ein, müsse dies über einige Stunden passieren, dennoch spricht man bei zwei Maß Bier immerhin von einer Menge von 2 Litern, also vier Flaschen.

Nun hagelt es Kritik. So sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing: "Beckstein hat wohl einen über den Durst getrunken. In bestimmten Situationen muss man auf Alkohol verzichten. Dazu gehören der Straßenverkehr und die Schwangerschaft."

Und auch die Polizeigewerkschaft (GdP) beurteilt Becksteins Aussagen als unverantwortlich. "So was macht unsere Arbeit ja zunichte. Da riskiert man Menschenleben, wenn ich mit zwei Maß Bier durch die Gegend fahre", sagte der empörte Landesvorsitzende der Gewerkschaft Harald Schneider.

Insgesamt, so schaut es aus, war Becksteins inakzeptabler Vorstoß wohl nichts weiter als ein schwacher und unverantwortlicher Versuch, die Reihen der Biertrinker hinter sich zu bringen. Anscheinend ist der CSU kurz vor der wichtigen Wahl alles recht, um die auf der Kippe stehende absolute Mehrheit zu gewinnen. Sicherlich wird aber sein Becksteins Bier-Faupax beim Oktoberfest noch ein Thema bleiben.

Quelle: FAZ-Online
Bild: 46137 (Flickr)

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