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Bangen um Nelson Mandela

Ganz Südafrika bangt um den ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela. Der Gesundheitszustand von Madiba, so der Stammesname Mandelas, bleibt kritisch. Sein Zustand hat sich den Ärzten im Krankenhaus in Pretoria zufolge erheblich verschlechtert. Der 94-Jährige kämpft mit einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung.

Die Familienmitglieder des Friedensnobelpreisträgers, lokale Clanführer sowie nationale Regierungsbeamte hatten sich am gestrigen Dienstag in Qunu versammelt, um alle nötigen Vorkehrungen zu treffen, sollte Mandela in der nächsten Zeit aus dem Leben scheiden. Der südafrikanische Nationalheld wuchs im Südosten des Landes auf, dort gibt es auch ein Museum zu seinen Ehren. Für allgemeine Empörung hatte ein Bagger gesorgt, der zwei Stunden nach dem Treffen in der Nähe der für Mandela vorgesehenen Grabstätte auftauchte.

US-Präsident Barack Obama wird am Freitag in Südafrika sein. Vermutlich wird er Nelson Mandela nicht im Krankenhaus aufsuchen können: "Präsident Obama hätte Mandela sehr gerne besucht, aber das lässt sein Zustand nicht zu", so die Ministerin für internationale Beziehungen, Maite Nkoana-Mashabane.

Die Lungenprobleme Mandelas stammen aus seiner Zeit als politisch Gefangener. Er hatte gegen Rassismus und das Apartheidsystem gekämpft und saß dafür 27 Jahre lang im Gefängnis, wo er an Tuberkulose erkrankte. Im Jahr 1990 kam er frei und 1994, nach den ersten freien Wahlen, wurde Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas. Er beendete das Apartheid-Regime, wurde zur Freiheitsikone des Landes und für viele Menschen weltweit.

In Gedenken an die Verdienste Mandelas im Kampf um den Frieden, ließ ein Mann weiße Tauben vor dem Krankenhaus in Pretoria frei.

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