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Barack Obama ist der 44. US-Präsident

Barack Obama wird der neue US-Präsident und damit der erste schwarze Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Von Anfang an standen die Hochrechnungen gut für den Senator aus Illinois. Nach den ersten Auszählungen konnte Obama deutliche Siege in den Staaten entlang der Ostküste erringen und führte bereits um 02:00 mitteleuropäischer Zeit mit 77 zu 39 Wahlmännerstimmen gegen den republikanischen Konkurrenten John McCain.

Um die Wahl endgültig für sich zu entscheiden, brauchte einer der Kandidaten mindestens 270 der insgesamt 538 Wahlmänner. Obama führte seine Siegesserie in wichtigen Staaten wie Pennsylvania und New Hampshire fort, als er dann auch noch in Florida gewann, führte er mit 103 zu 34 Wahlmännern. John McCain holte durch die Staaten Georgia, Alabama und Arkansas noch mal auf, aber Obama hatte gegen 03:00 bereits einen so großen Vorsprung, dass seine Anhänge feierten. Als der Schüsselstaat Ohio mit 20 Wahlmännern an Obama ging und die Demokraten zur selben Zeit die Mehrheit im Senat holten, kürte ihn sogar die deutschsprachige Wikipedia schon zum US- Präsidenten.

Sie waren zwar alle etwas voreilig, aber die Linine hielt an und nun ist Obama mit Sicherheit der gewählte Präsident der USA. Die deutlichsten Siege konnte er in der Heimat Illinois, in New York, Massachusetts und Vermont erzielen, wo er deutlich über 60 Prozent der Stimmen kam. McCain konnte sich ebenso stark im mittleren Westen behaupten, kommt aber insgesamt nur auf 156 Wahlmänner, während Obama 338 zählt. Der Schlüssel zum Sieg waren sicherlich die drei Westküstenstaaten Kalifornien, Washington und Oregon. Während in Obamas Heimatstadt Chicago bereits Hunderttausende von Menschen feierten, gestand John McCain die Niederlage ein mit den Worten: "Das amerikanische Volk hat gesprochen."

Die ersten Minuten des US-Präsidenten Obama (1.Teil)

Der amtierende Präsident George W. Bush gratulierte ebenfalls. "Sie sind im Begriff, eine der größten Reisen des Lebens anzutreten. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß", lauteten die Worte von Bush, aber so spaßig wird es nicht werden für Obama. Bereits vorher war klar, derjenige, der US-Präsident wird, muss den Karren aus dem Dreck ziehen. Das Bush-Vermächtnis beinhaltet unter anderem die große Finanzkrise, schwierige Situationen in Afghanistan und im Irak und Handlungsbedarf in der Energie- und Gesundheitspolitik. Im Januar wird Obama offiziell als neuer US-Präsident vereidigt.

Der 2.Teil Obamas Rede

Der Sieg der Demokraten hätte allerdings noch höher ausfallen können. Sie streiften scheinbar die 60-Prozent-Hürde bei den Senatswahlen. Wäre auch diese Streich gelungen, hätte das den Republikanern die Möglichkeit genommen, Gesetzesbeschlüsse in der Kammer durch ein sogenanntes Filibuster zu verhindern. Dabei handelt es sich um Dauerreden, die Beschlüsse verhindern, während im Hintergrund fieberhaft einzelne Personen überzeugt werden. Dennoch behaupten die Demokraten ihre Mehrheit im US-Repräsentantenhaus mit 235 Mandaten in der kommenden Amtszeit. Das wichtigste dürfte für die Partei ohnehin die Tatsache sein, dass sie mit Barack Obama den neuen und ersten schwarzen Präsidenten der USA stellen.

Die letzten Minuten - Obama lässt sich feiern

Quelle: reuters.com, Welt Online, FOCUS Online
Bild: BarackObama.com

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