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Batman-Killer wird bei Prozess am Fußboden festgeschnallt

Dem Batman-Killer wird knapp ein Jahr nach dem Kino-Attentat bei Denver der Prozess gemacht. Der Angeklagte wird im Gerichtsaal am Fußboden festgekettet.

Grund für die Ketten ist ein geltendes Verbot in den Vereinigten Staaten, Gewaltverbrecher ungesichert im Gerichtssaal Platz nehmen zu lassen. Die Anwälte des Täters hatten in einer Anhörung darum gebeten, ihren Mandanten Holmes nicht in Handschellen in den Gerichtssaal treten zu lassen, weil ihn dies zu offensichtlich als Kriminellen in den Augen der Geschworenen erscheinen lassen würde und diese nicht mehr neutral urteilen könnten. Ein Richter im US-Staat Colorado hatte am gestrigen Donnerstag entschieden, dass der mutmaßliche Amokläufer am Boden fixiert werden solle. Der Attentäter James Holmes trägt nun unter seiner Kleidung einen Gurt, der am Boden verankert werden kann. Für die Jury ist dieser Gurt nicht sichtbar.

Der ehemalige Student der Neurowissenschaften Holmes erschoss am 20.7.2013 während einer mitternächtlichen Kinopremiere des Batman-Films "The Dark Knight Rises" insgesamt 12 Menschen. 70 Personen wurden bei der Feuerattacke im Kinosaal in Aurora verletzt. Das Attentat erschüttert Amerika zutiefst und hat viele Kinobesucher weltweit verunsichert. Auch in Deutschland wurden, aus Angst vor Nachahmern, die Sicherheitsbedingungen in den Kinosälen verschärft.

Der Attentäter trat abwesend und zerstreut vor Gericht und hat sich selbst als "unschuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit" bezeichnet. Die Staatsanwaltschaft fordert jedoch die Todesstrafe für den 25-Jährigen.

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