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Bayern erlaubt homosexuellen Pfarrern das Wohnen im Pfarrhaus

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet in Bayern ist es nun homosexuellen Pfarrern erstmals möglich, als Partner auch gemeinsam im Pfarrhaus zu wohnen. Wie Sueddeutsche.de berichtet, gab der bayrische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich am Montag auf einer Pressekonferenz in München den fast schon revolutionär zu nennenden Beschluss bekannt.

Damit ist die evangelische Kirche auf diesem Gebiet eindeutig weiter als ihre katholischen Glaubensbrüder, die tun sich bekanntermaßen mit der Problematik der Homosexualität eher schwer. Ganz ohne Bedingungen aber geht es auch bei den Protestanten nicht. Damit homosexuelle Pfarrer und Pfarrerinnen gemeinsam wohnen dürfen, müssen stets Kirchenvorstand, Landeskrichenrat, Dekanat und der Regionalbischof zustimmen.

Der besondere Fortschritt in dieser Sache ist, dass erstmals klare Regelungen geschaffen wurden. Durch einen sog. 'Magnus Consensus' aus dem Juli konnten homosexuelle Pfarrer bislang zwar in den Gemeindedienst geschickt werden, für das Zusammenleben aber gab es bislang keine klare Regelung. Aus diesem Grund lief vieles auf diesem Gebiet noch immer gewissermaßen 'halblegal', damit ist nun Schluss.

Nach aktuellem Stand gibt es in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sechs homosexuelle Pfarrer und Pfarrerinnen – der gesamte 'Lesbisch-Schwule Konvent' zählt 50 Mitglieder. Nun muss noch abgewartet werden, wie die demnächst tagende Landessynode über die Neuregelungen entscheidet, in Bayern aber hat der Landesbischof mit seiner Entscheidung pro homosexueller Pfarrer erst einmal mutige Tatsachen geschaffen.

Bild: Elliott Brown(Flickr), YouTube

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