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Bayern will das Rauchverbot - bundesweit

In Bayern hat das Volk entschieden, dass in Zukunft das Rauchen in Gaststätten und Kneipen strikt verboten ist. Nun wollen die dortigen Nichtraucherverbände diese Maßnahme auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten. Man wolle das Rauchen aber nicht verbieten, sondern nur ins Freie verlagern.

Die Nichtraucherverbände in Bayern halten das Ergebnis des Volksentscheids für sehr eindeutig: 'Mit 61 Prozent hat das Volk eindeutig gesprochen, es würde deutschlandweit genauso entscheiden', meint Sebastian Frankenberger, Sprecher des Aktionsbündnis Nichtraucherschutz. Laut dpa hoffe er auf die Bundespolitik, die den Nichtraucherschutz ganz einfach über das Arbeitsschutzgesetz regeln könne.

Ernst-Günther Krause, Vizepräsident der Nichtraucher-Initiative Deutschland nennt es sogar 'deutsche Kleinstaaterei beim Gesundheitsschutz'. Damit müsse nun Schluss sein. Es könne nicht angehen, dass es in Deutschland für jedes Bundesland ein anderes Nichtraucherschutz-Gesetz gäbe. Jedes Land solle Bayern folgen.

Auch Bayerns Ministerpräsident scheint sehr zufrieden mit dem Ausgang des Volksentscheids zu sein. 'Das Volk hat gesprochen. Das Thema ist nun nach fünf Jahren Hin und Her endlich befriedet', sagte der CSU-Politiker der Süddeutschen Zeitung. Wenn man aber bedenkt, dass die Wahlbeteiligung bei dem Volksentscheid gegen das Rauchen in Bayern bei gerade mal 37,7 Prozent lag, dann sind die 61 Prozent Zustimmung nicht ganz so 'eindeutig', wie die Nichtraucherverbände nun alle glauben machen wollen.

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