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Bergungsarbeiten am Kölner Stadtarchiv weiter verzögert

Die Suche nach Überlebenden in den Trümmern des Historischen Stadtarchivs Köln hat noch immer nicht begonnen. Der Regen und der instabile Untergrund machten es den Rettungskräften bisher unmöglich, tiefer ins Gelände zu gelangen. Derweil wird noch immer über die genauen Ursachen des Unglücks gerätselt.

Niemand war sich sicher, wie viele Menschen verschüttet wurden, nachdem am Dienstag das Kölner Stadtarchiv eingestürzt war. Inzwischen ist klar, dass sich noch zwei junge Männer unter der Einsturzstelle befinden. Laut "FAZ.net" handelt es sich um einen 23-jährigen Studenten und einen 17 Jahre alten Bäckerlehrling. Die Handysignale der beiden konnten inzwischen in den Trümmern geortet werden. Experten gehen davon aus, dass die jungen Männer das Unglück nicht überlebt haben. Da man mit einem 100 Tonnen schweren Abrissbagger an die Ruine gelangen will, muss die entsprechende Stabilität gewährleistet sein. Die Feuerwehr plant nun, bis heute Mittag die Rückseite des Stadtarchivs mit Schutt aufgefüllt zu haben. Erst dann kann der Bagger eingesetzt werden.

Rund 60 Anwohner mussten aus Sicherheitsgründen umquartiert werden. Die "ZEIT" berichtet, dass Feuerwehrleute in der vergangenen Nacht Dokumente und Wertsachen aus den Nachbarhäusern gesichert haben. Die ersten geretten Dokumente des Historischen Stadtarchivs werden in einer Halle gesammelt, provisorische Dachkonstruktionen aus Folien schützen die Kulturschätze in den Trümmern. Experten rechneten bereits jetzt aus, dass eine Restaurierung der geborgenen Dokumente bis zu 30 Jahre dauern würde.

In der "Welt" ist zu lesen, dass man über die Unglücksursachen noch im Dunkeln tappt. Bisher wird von einem Zusammenhang zum Bau des naheliegenden U- Bahn-Tunnels ausgegangen. Nun heißt es aber, dass der Bau selbst vermutlich nichts mit dem Einsturz des Stadtarchivs zu tun hat, sondern eine undichte Stelle im Bau zu einer Unterhöhlung mit Grundwasser geführt haben könnte. So oder so, Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma sprach sich für eine Fertigstellung des Tunnels aus. Zur Stunde ist aber einzig und allein von Bedeutung, dass dieRettungsarbeiten am Kölner Stadtarchiv beginnen können.

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