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Berlin ist die ärmste Region Deutschlands

Nirgendwo ist in Deutschland das Risiko, zu verarmen, größer als in der Hauptstadt Berlin. Diese Erkenntnis brachte nun der am Montag veröffentlichte Ländervergleich der Bertelsmann-Stiftung ans Tageslicht. Bayern dagegen ist das Bundesland mit der niedrigsten Armutsquote.

Die Studie trägt den Namen 'Bundesländer im Standortvergleich 2010' und sieht die Hauptstadt und das Bundesland Berlin auf dem letzten Platz im Ländervergleich. An der Spitze liegen Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, in denen nur ungefähr jeder 20. auf staatliches Unterstützungsgeld angewiesen ist.

Im Mittelfeld liegen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Die neuen Bundesländer dagegen liegen laut Spiegel online auf den hinteren Plätzen. Die Stadtstaaten Hamburg und Bremen sind die zwei am schlechtesten platzierten westlichen Bundesländer. In dieser Liste erfasst sind die Empfänger von Arbeitslosengeld II, Grundsicherung und Sozialhilfe. Die Analyse basiert auf Daten von 2006 bis 2008.

Die Bertelmanns-Stiftung sieht die hohe Zahl von alleinerziehenden Erwachsenen in den neuen Bundesländern als Grund dafür, dass Ostdeutschland in diesem Vergleich so schlecht abschneidet. Paare seien nicht so sehr von Armut bedroht, meint Bertelsmann laut Spiegel online. Außerdem sei die Arbeitsmarktsituation im Osten nach wie vor deutlich schlechter als im Westen. Etwas überraschend ist es aber trotzdem, dass ausgerechnet die Landeshauptstadt Berlin, in die es so ziemlich jeden Wirtschaftszweig zieht, im Standortvergleich am schlechtesten abschneidet und als ärmstes Bundesland in Deutschland gilt.

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