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Berlusconi will Alitalia

Silvio Berlusconi scheint die Lösung für die fast bankrotte Fluggesellschaft Alitalia gefunden zu haben: Seine Söhne.

Seiner Meinung nach darf die Airline nicht in ausländische Hände geraten, was geschehen würde, wenn das Gebot von Air France-KLM akzeptiert werden würde.

Zu 49,9% ist Alitalia im Besitz der italienischen Regierung. Air France-KLM hat 138 Millionen Euro für diesen Anteil geboten.

Nun scheint es sehr wahrscheinlich zu sein, dass sich der französich-niederländische Interessent zurückzieht und sich stattdessen die italienische Konkurrenz 'Air One' in die Startlöcher begibt. Berlusconi, im Gegensatz zur italienischen Regierung, sieht der Übernahme durch Air One sehr positiv entgegen. So könnte diese Übernahme von mehreren Banken und anderen Unternehmensführern, zu denen auch seine Söhne gehören, gestemmt werden, so Berlusconi.

Während das Angebot der Air-France-KLM also den Segen der jetztigen Regierung Prodi hat, stößt sie bei der Opposition, bei Gewerkschaftern und dem Mailänder Flughafenbetreiber SEA auf großen Widerstand. Berlusconis Verbündete sehen die geplante Fusion als eine Herabstufung des Drehkreuzes Mailand und der Mailänder Flughafenbetreiber hat auf die Pläne mit einer Klage im Wert von 1,2 Milliarden Euro reagiert, die er nur im Falle von Schadenersatzzahlungen zurückziehen will.

Alitalia-Verwaltungsratschef Maurizio Prato verdeutlichte den Arbeitnehmervertretungen, dass es kaum Spielraum für Änderungen der Offerte gebe. Die Arbeitnehmervertreter wehren sich indes gegen den geplanten Abbau von ca. einem Drittel der 19.000 Stellen bei Alitalia.

Quelle: Welt.de
Bild: benostrander (Flickr)

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