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Bevölkerung mit Migrationshintergrund steigt leicht

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat detaillierte Zahlen zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Deutschland vorgestellt.


Basierend auf den Angaben des Mikrozensus 2006, lassen sich erstmals Aussagen dazu machen, wie sich die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund insgesamt und in ihrer Zusammensetzung im Vorjahresvergleich verändert hat. Folgend einige Zahlen.

Zwischen den Jahren 2005 und 2006 ist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Deutschland von 130.000 Personen auf 15,1 Millionen angestiegen. Im Jahr 2006 machten Ausländerinnen und Ausländer mit 7,3 Millionen (8,9% der Bevölkerung) etwas weniger als die Hälfte aller Personen mit Migrationshintergrund aus. Die Deutschen machten mit 7,9 Millionen (9,5% der Bevölkerung) etwas mehr als die Hälfte aus. Gegenüber dem Vorjahr ist die Ausländerzahl um 21.000 zurückgegangen, während die der Deutschen mit Migrationshintergrund um 151.000 zugenommen hat.

Die seit den 50er Jahren Zugewanderten stellen mit 10,4 Millionen zwei Drittel aller Personen mit Migrationshintergrund dar. Unter diesen sind die Ausländerinnen und Ausländer mit 5,6 Millionen gegenüber den Deutschen mit 4,8 Millionen in der Mehrheit. Ausländerinnen und Ausländer stellen mit 1,7 Millionen weiterhin 2% der Gesamtbevölkerung, während sich die Zahl der hier geborenen Deutschen mit Migrationshintergrund gegenüber dem Vorjahr von 132.000 auf 3 Millionen gestiegen ist und somit 3,6% der Bevölkerung darstellen.

Europa stellt 59,5% der insgesamt 10,4 Millionen Zuwanderer in Deutschland, wobei 23,5% aus den 25 Mitgliedstaaten der EU stammen. Die bedeutsamsten Herkunftsländer sind: Türkei (mit 14,2% aller Zugewanderten), Russische Föderation (8,4%), Polen (6,9%), Italien (4,1%), Serbien und Montenegro (3,4%), Kasachstan (3,3%), Rumänien (3,0%), Kroatien (2,5%), Griechenland sowie Bosnien und Herzegowina (jeweils 2,2%) und die Ukraine (1,9%).

Quelle: Statistisches Bundesamt
Bild: Roslan Tangah

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