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Birma - Die Militärdiktatur beugt sich dem internationalen Druck durch die UN

Drei Wochen nach den Verwüstungen durch den Zyklon Nargis beugt sich die Regierung von Birma endlich dem internationalen Druck. Nach vermutlich mehr als 130.000 Toten und Millionen von Obdachlosen kämpft das südostasiatische Land nun mit den direkten Folgerscheinungen. "Welt Online" berichtete gestern, dass bereits jedes dritte Kind unter Durchfall leide. Die Gefahr ausbrechender Seuchen steigt Stunde um Stunde. Nun dürfen ausländische Helfer einreisen.

Wochenlang hatten sich die Vereinten Nationen um einen Dialog mit der birmanischen Militärdiktatur bemüht. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon ist nach Birma gereist, um sich ein Bild von den Ausmaßen der Katastrophe zu machen. Vor einigen Tagen durften ausländische Diplomaten, Ärzte und Krankenschwestern erstmals einreisen. Die ersten Hilfsgüter erreichten die Krisengebiete, aber strikte Vorschriften machten es den Helfern schwer zu handeln.

Das internationale Echo war groß, Unverständnis und Fassungslosigkeit über das Verhalten der Militärjunta wurden laut. In einem zwei Stunden andauernden Gespräch soll Ban Ki-Moon den Chef der Diktatur, General Than Shwe, überzeugt haben, endlich Helfern aus dem Ausland Bewegungfreiheit in Birma zuzusichern. Zuvor hatte er auf Anrufe des Südkoreaners überhaupt nicht reagiert. Frankreich hatte zudem angekündigt eventuel eine UN-Resolution zu erwirken, also internationale Hilfe zu erzwingen. Die Drohungen haben sicher auch mit der Entscheidung des Generals zu tun.

Die Neuigkeiten lassen hoffen, dass es nun etwas schneller voran geht mit der Hilfe für Birma. Indes berichtet "FOCUS Online", dass das Militär jagt auf Ausländer mache und Befehl hat, Einwohner zu erschießen, wenn sie mit Fremden sprechen. Nach den Gesprächen zwischen Ban Ki-Moon und Than Shwe bleibt nur zu hoffen, dass die Hilfe im Kampf gegen Seuchen und der Wiederaufbau Birmas ohne solche Schreckensszenarien abläuft.

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