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Blitzeinschlag im Petersdom nach Rücktritt des Papstes

11. Februar 2013, 8 Uhr morgens: Der Tag beginnt grau, Wolken türmen sich auf über dem Himmel Roms und der darin gelegenen "Città del Vaticano", dem kleinsten und doch wichtigsten Staat der Welt. Ist das sich aufbrauende Unwetter nur ein Zufall? Ist es normales Winterwetter oder handelt es sich um eine Botschaft - einen historischen Tag für den Vatikan? Naturschauspiele werden von gläubigen Menschen oft als ein Zeichen Gottes interpretiert.

Der Wind pfeift immer stärker und um 11.57 Uhr bestätigt der Vatikan, dass Papst Benedikt XVI sein Amt zum 28. Februar 2013 niederlegen wird. Um 12.02 Uhr beantragt der Noch-Papst das Konklave zur Wahl seines Nachfolgers. Angelo Sodano, Kardinaldekan des "Collegio Cardinalizio" kommentierte die überraschende Rücktrittsrede des Papstes so: "Eure Heiligkeit, geliebter und verehrter Nachfolger von Petrus, wie ein Blitz aus heiterem Himmel klingt ihre bewegende Botschaft in diesem Raum wider."

Er hat unbewusst die Redensart "wie ein Blitz" gewählt aber nur wenige Stunden später wird sich diese sprachliche Wendung bewahrheiten. Um 17:56 Uhr geschieht das Unglaubliche: Ein Blitz trifft die Kuppel des Petersdoms. Die Nachrichtenagentur dpa bestätigt die Zeitangabe und Ansa-Fotograf Alessandro di Meo schoss vermutlich DAS Foto des Jahres. Stundenlang hatte er zuvor mit einem Stativ am Petersplatz ausgeharrt, Wind und Wetter trotzend.

Der Petersdom ist das heilige Zentrum im Vatikan, des unabhängigen Staates. Wie eine Insel befindet er sich im Inneren Roms und besitzt einen sehr hohen symbolischen Wert weil er der Sitz des Papstes ist. Über Schäden, die der Blitz verursacht haben könnte, ist noch nichts bekannt geworden.

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