Excite

Brandanschlag auf Haus des Mohammed-Zeichners

In Schweden ist ein Anschlag auf das Haus des Karikaturisten Lars Vilks verübt worden. Unbekannte haben versucht das Gebäude mit entzündlichen Flüssigkeiten in Brand zu setzen. Es kam zu eher geringen Sachschäden und weder der Zeichner noch Mitglieder seiner Familie befanden sich zur Tatzeit in ihrem Zuhause.

Lars Vilks lebt seit 2007 in ständiger Angst. Damals veröffentlichte eine schwedische Zeitung Karikaturen des Künstlers, die den muslimischen Propheten Mohammed als Hund darstellten. Seither hat Al-Qaida ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt und er erhielt mehrere Morddrohungen. In der vergangenen Woche wurde Vilks bereits bei einem Vortrag an der Universität von Uppsala angegriffen. Nun kam er zum zweiten Mal innerhalb von so kurzer Zeit mit dem Schrecken davon.

Laut 'Sueddeutsche.de' haben die Angreifer mehrere Scheiben des Hauses im südschwedischen Nyhamnsläge eingeworfen und versucht es in Brand zu setzen. Die Gardinen fingen Feuer, erloschen aber scheinbar von selber. Die Polizei fand am Tatort mit Benzin gefüllte Flaschen, insgesamt sei lediglich ein kleinerer Sachschaden an der Fassade des Hauses entstanden.

Wie 'Spiegel Online' berichtet, wurden im März bereits sieben Muslime festgenommen, die Vilks Ermordung geplant haben sollen. Der 63-Jährige denkt nun scheinbar darüber nach, sich eine Weile an einen geheimen Ort zurückzuziehen. Der Mohammed-Karikaturist steht nach wie vor hinter Konzepten wie Meinungs- und Redefreiheit. Der Angriff in der letzten Woche und der Brandanschlag auf sein Haus haben Lars Vilks aber wohl wieder ins Gedächtnis gerufen, wie gefährlich sein Leben unter diesen Umständen ist.

Bild: YouTube

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016