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Brandstiftung? Flüchtlingsheim in Nauen abgefackelt

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Und schon wieder stand ein Gebäude in Flammen, in welchem in Kürze Flüchtlinge untergebracht werden sollten. In der Nacht zum heutigen Dienstag wurde im brandenburgischen Nauen eine Turnhalle in Brand gesetzt. Das geplante Flüchtlingsheim wurde bei dem Brand zerstört - aus der Hilfseinrichtung wird nun nichts mehr. Die Polizei ermittelt und geht bisher von Brandstiftung aus. Ein Kurzschluss wird von den Spezialisten ausgeschlossen.

Besagte Turnhalle gehört zum Oberstufenzentrum mit beruflichem Gymnasium in Nauen, im Landkreises Havelland. Dienstagnacht sollen Unbekannte die Sporthalle angezündet haben. Die Feuerwehr wurde gegen 2.30 Uhr alarmiert, als diese eintraf war es aber schon zu spät. Das Feuer hatte sich laut Aussagen der örtlichen Polizei bereits auf das komplette Gebäude ausgebreitet. Die Behörden gehen davon aus, dass der Brand wesentlich früher ausgebrochen sei und die Feuerwehr deshalb nur noch wenig ausrichten konnte.

Insgesamt waren 16 Einsatzwagen und rund 60 Einsatzkräften vor Ort. Den Rettern blieb nichts anderes übrig, als die Turnhalle kontrolliert abbrennen zu lassen. Die anschließenden Löscharbeiten dauerten bis hinein in den späten Dienstagmorgen, immer noch gab es Glutnester, die gelöscht werden mussten. Verletzt wurde bei dem Brand in Nauen aber offenbar niemand.

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Die Turnhalle hätte in Kürze als Flüchtlingsheim dienen sollen. Die Polizei vermutet hinter dem Brand politische Motive, den Versuch, die Unterbringung von Flüchtlingen zu verhindern. Technische Defekte werden als sehr unwahrscheinlich ausgeschlossen - die Polizei und der Staatsschutz ermitteln weiter.

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