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Breivik Prozess: Verteidigung fordert Freispruch - Es war 'Notwehr'

Der Breivik-Prozess hat heute seinen Abschluss gefunden. Breiviks Verteidiger hat das Schlussplädoyer gehalten und auch Breivik selbst durfte zu Wort kommen.

Breiviks Verteidiger plädiert auf Freispruch wegen "Notwehr". Im Falle einer Verurteilung solle Breivik auch nicht in die Psychiatrie eingewiesen werden, sondern: "Wir plädieren für eine so milde Strafe wie möglich. Zeitlich begrenzte Haft ist milder als eine dauerhafte Zwangseinweisung." Weiter hieß es, dass der Attentäter sich im "Krieg" mit islamischen Kräften sehe, die Europa erobern wollten, womit er ein "Notwehrrecht" zur Tötung von den Menschen begründete. Breivik habe überlegt wie ein "zynischer Terrorist" gehandelt, die Opfer seien nicht zufällig gewählt, sondern "gezielt politisch" ausgesucht worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Tag zuvor auf eine Zwangseinweisung des Islamhassers in eine Rechtspsychiatrie wegen Zweifels an der Zurechnungsfähigkeit plädiert. Breivik hingegen wertet seine zwei Anschläge vor elf Monaten zwar als "barbarisch", aber gerechtfertigt. In seiner Schlusserklärung beharrte er darauf, zurechnungsfähig zu sein.

Das Urteil soll am 20. Juli oder am 24. August verkündet werden.

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