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Brite in China hingerichtet worden

Der Brite Akmail Shaikh ist in der nordwestchinesischen Stadt Ürümqi hingerichtet worden. 2007 wurde er mit einem Koffer voll Heroin bei der Einreise nach China erwischt. Angeblich habe der 53-Jährige davon nichts gewusst, sagt seine Familie. Die westliche Welt zeigt sich entsetzt von der Exekution.

Der britische Premierminister Gordon Brown hatte noch kurz vor der Hinrichtung ein Gnadenappell nach China gesandt. Akmail Shaikh leide unter einer psychologischen Störung und sei deswegen nur vermindert schuldfähig. China vollstreckte das Todesurteil aber, ohne eine psychologische Untersuchtung vorzunehmen.

Er sei deswegen 'entsetzt und tief enttäuscht', gab Brown laut der Nachrichtenagentur dpa zu Protokoll. Die britische Regierung verurteile die Hinrichtung aufs Schärfste. Akmail Shaikh ist der erste Westeuropäer seit über 50 Jahren, der in China hingerichtet wurde. Auch Englands Außenminister David Milliband ist entsetzt, dass Shaikhs pyschologischer Zustand nicht näher untersucht wurde.

Am 12. September 2007 ist Akmail Shaikh bei der Einreise in China am Flughafen von Ürümqi mit 4.030 Gramm Heroin erwischt worden. Der Vater von fünf Kindern sei von einer Schmugglerbande reingelegt worden, argumentierte seine Familie. Er habe nicht gewusst, was sich in dem Koffer befunden habe. Angeblich sei er von Freunden aus Polen mit dem Versprechen einer Gesangskarriere angelockt worden. Shaikh schrieb einen Song über den Weltfrieden, den er in China vorstellen wollte. Beim Hinflug sei aber nur noch ein Sitz frei gewesen. Den freien Platz sollte Shaikh nehmen, die Mitglieder der vermeintlichen Schmugglerbande hätten einen späteren Flug nehmen wollen. Den Koffer habe der 53-Jährige aber schon mal mitnehmen sollen.

Die Familie des gebürtigen Pakistani sagt außerdem, dass Shaikh jahrelang unter psychischen und psychologischen Problemen litt. Er habe eine bipolare Störung, Shaikh sei manisch depressiv. Auch die britische Gefangenenhilfsorganisation Reprieve attestierte ihm 'sprunghaftes und absonderliches Verhalten'. Während der Gefangenschaft verschlechterte sich sein Zustand. Vor Gericht habe er nur zusammenhang- und sinnloses Zeug geredet. Von seiner Hinrichtung habe Shaikh erst 24 Stunden vorher erfahren. Aus humanitären Gründen, wie es aus China heißt. Shaikhs Tochter Leilla Horsnell sagte der BBC: 'Ich denke, das war gut so, denn ich glaube nicht einmal, dass er es versteht, da wir nicht wissen, wie sein geistiger Zustand jetzt ist.' Der Brite Akmail Shaikh wurde jetzt in China hingerichtet, weil er angeblich Heroin schmuggelte.

Come little Rabbit, der Song von Akmail Shaikh

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