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Bundesregierung – Aktionsplan gegen Fettleibigkeit und Übergewicht

Die Politik hat das Problem der Fettleibigkeit erkannt und beschließt im Bundestag einen Aktionsplan, der konsequent gegen Übergewicht und seine Ursachen vorgehen soll. Insgesamt zehn Millionen Euro stellt die Regierung für den Kampf gegen Übergewicht bereit – aber ist das wirklich genug?

Das Ziel – Bis zum Jahre 2020 sollen sichtbare Ergebnisse des Aktionsplans vorliegen. In Zusammenarbeit mit Ländern, Kommunen und der Wirtschaft soll besonders Aufklärung in Schulen und Kitas betrieben werden. Lebensmittel sollen künftig besser gekennzeichnet sein und Bewegung soll in den Alltag der Kinder gebracht werden. Konkret will mit der Süßwarenindustrie darüber verhandelt werden, ob diese freiwillig auf Werbung für unter Zwölfjährige verzichten könnte. Zudem wird an die Modebranche appelliert, auf Werbung mit Magersüchtigen Models zu verzichten. Alles schöne Pläne...

Aber: Die Opposition begrüßt zwar die Initiativen der Regierung, nennt die bisherige Umsetzungen im Kampf gegen Übergewicht allerdings in hohem Maße inkonsequent und viel zu unverbindlich. “Durch den ganzen Aktionsplan zieht sich eine große Unverbindlichkeit, und damit ist sein Name ad absurdum geführt“, sagt die Grüne Ulrike Höfken.

Insgesamt also stößt das Konzept, dass von Ernährungsminister Horst Seehofer (CSU) und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ausgearbeitet wurde, auf zähen Widerstand. In wieweit der Aktionsplan gegen Fettleibigkeit und Übergewicht von der Bundesregierung noch einmal überarbeitet und konkretisiert werden muss, bleibt abzuwarten.

Quelle: Spiegel-Online, heute.de
Bild: Graham Richardson (Flickr)

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