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Bundestag will Verbot von Schönheits-OPs für Minderjährige

Die Parlamentarier des deutschen Bundestages befassen sich diese Woche mit einer Problematik, die hierzulande immer aktueller zu werden beginnt – Schönheitsoperationen bei Minderjährigen.

Nun will man gesetzlich regeln und verhindern, dass sich Jugendliche unter 18 Jahren bereits unters Messer legen, um angebliche Schönheitsdefizite auszubessern.

Insbesondere soll nun verhindert werden, dass es auch in Deutschland dazu kommt, dass ein gelungener Schulabschluss von den Eltern beispielsweise mit einer Brust-OP belohnt wird. Eine Praxis, die in den Vereinigten Staaten schon lange an der Tagesordnung ist.

Nachdem ein Verband von Kinder- und Jugendärzten seit langem genau vor diesem Trend warnt, befassen sich nun Gesundheitspolitiker von CDU/CSU und SPD intensiv mit dieser Thematik. Ziel ist es, Schönheitsoperationen für Minderjährige gesetzlich verbieten zu lassen.

Zu den Antragstellern im Bundestag gehört der renommierte Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD). In einem Interview mit dem NDR sprach er von einem “verirrten Schönheitsideal” .

Darüber hinaus forderte er: „So etwas müsste schlicht und ergreifend bei unter 18-Jährigen verboten sein und auch unter Strafe stehen für die Chirurgen, die das machen".

Erschreckend sind auch die folgenden Zahlen. Etwa 100.000 derjenigen, die sich 2007 operieren ließen, waren unter 20 Jahren. Dazu gaben laut einer Studie der LBS-Initiative "Junge Familien" sage und schreibe 20% der 9-14jährigen an, dass sie sich eine solche Operation wünschen würden.

Quelle: Stern-Online
Bild: Sara Anderson (Flickr)

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