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Bundestagswahl 2009: SPD kommt nicht aus dem Umfrageloch

Die SPD liegt auch vier Wochen vor der Bundestagswahl mit 22 Prozent in einem Umfragetief. Das ergab nun eine Wahlumfrage von Stern und RTL unter 2500 repräsentativ ausgewählten Bürgern. Auch SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier scheint bei den Wählern nicht anzukommen. Nur 18 % der Deutschen würden ihn direkt zum Kanzler wählen. Mehr als 50 % wünschen sich weiterhin Angela Merkel als Kanzlerin.

Durch die neue Parteienlandschaft mit nunmehr fünf anstatt vier Parteien, scheint vor allem die SPD großen Schaden zu nehmen. Die historischen Umfragetiefstwerte nehmen kein Ende für die Sozialdemokraten. Zur Zeit pendelt sich die SPD bei 22 Prozent ein. Ein aktueller Grund könnte laut zeit.de die Dienstwagenaffäre um Gesundheitsministerin Ursula Schmidt sein.

Die CDU käme laut der Stern/RTL-Umfrage auf 37 Prozent und könnte mit der FDP, die 13 % der Befragten nannten, eine Koalition bilden. Selbst wenn die SPD mit den Grünen (12 %) und den Linken (10 %) koalieren würde, kämen die drei Parteien zusammen auf nur 44 Prozent. Wäre am Sonntag Wahl, sähe es also nach einem Votum für schwarz-gelb aus.

Auf der anderen Seite sagt die Umfrage aber auch aus, dass die Bundestagswahl in diesem Jahr sehr spannend wird. Denn traditionell geben Bürger bei Umfragen gerne auch mal eine andere, nicht favorisierte Partei an, weil sie gerade wütend auf ihre Stammpartei sind. Vor dem Stimmzettel machen sie dann aber doch das Kreuz bei ihrer angestammten Partei. Es bleibt also noch leise Hoffnung für die SPD, die zur Zeit mit einem Umfragewert von 22 % in einem absoluten Tief steckt.

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