Excite

Bundestagswahl 2013 - das sind die Wahlergebnisse

Die Kanzlerin Angela Merkel erzielte bei der Bundestagswahl 2013 ein triumphales Ergebnis - mit 41,4 Prozent der Wählerstimmen hat die Union das beste Ergebnis seit 20 Jahren eingefahren - die absolute Mehrheit hat sie dennoch knapp verfehlt.

Die SPD legte mit 25,7 Prozent im Vergleich zu 2009 zwar leicht zu, die Parteimitglieder sind aber enttäuscht. Ihr Ziel - die Machtübernahme - hat die SPD klar verfehlt. Der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel sagte: "Wir hätten uns schon ein bisschen mehr erwartet." und auch Peer Steinbrück äußerte sich: "Es gehört zum Klartext: Wir haben nicht das Ergebnis erreicht, was wir wollten." Die Linke verbucht einen Erfolg: Mit 8,6 Prozent der Stimmen zieht sie als drittstärkste Kraft in den Bundestag ein. Knapp dahinter und somit als vierte Kraft, liegen die Grünen, denen 8,4 Prozent der Deutschen ihre Stimme gaben.

Die FDP scheiterte mit 4,8 Prozent der Wählerstimmen an der Fünf-Prozent-Hürde und muss - zum ersten mal seit 60 Jahren - den Bundestag verlassen. Auch die Alternative für Deutschland (AfD) schaffte, trotz des überraschend hohen Ergebnisses von 4,7 Prozent, nicht den Sprung ins Parlament.

Die Wahlbeteiligung lag in diesem Jahr mit 71,5 Prozent nur wenig höher als 2009 - da waren es 70,8 Prozent und die niedrigste Wahlbeteiligung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Die Sitzverteilung im Bundestag sieht nun wie folgt aus: Die Union erhält 311 der 630 Mandate, die SPD erhält 192 Sitze, die Linkspartei schickt 64, die Grünen 63 Abgeordnete.

Trotz des Spitzenergebnisses für die CDU/CSU steht Angela Merkel vor einem Problem, denn ihre Partei ist haarscharf an der absoluten Mehrheit vorbei geschrammt. Zum Regieren benötigt die CDU folglich einen Koalitionspartner, die FDP ist aber ab sofort nicht mehr im Bundestag vertreten. Ein Bündnis mit den Grünen ist äußerst umstritten, eine zweite Option wäre die große Koalition. In der SPD verspürt man aber wenig Lust auf ein erneutes Bündnis - zu gross ist der Abstand zur Union und zu schlecht sind die Erinnerungen an die Debakel von 2009.

Die Kanzlerin wird um einen Partner buhlen müssen - die SPD muss entscheiden, ob und mit welchen Forderungen sie in Gespräche mit der CDU treten wird. Sechs Ressorts könnten die Sozialdemokraten abbekommen - gar nicht so schlecht, politisch kann man damit durchaus etwas bewegen. Es ist aber davon auszugehen, dass sie ihren Preis als Koalitionspartner möglichst hoch treiben wollen.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016