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Burak Karan: Ein Jugend-Nationalspieler stirbt im Dschihad

Ein ehemaliger Nationalspieler der deutschen U16 und U17 ist tot: Burak Karan machte sieben Länderspiele für die Jugendauswahl des DFB, nun ist er mit 26 Jahren gestorben, gefallen im Krieg von Syrien. Ein hoffnungsvoller Fußballer verfällt dem Dschihad und hat dies mit dem Leben bezahlt. Fußballprofi war er schon lange nicht mehr.

Karan spielte bei Bayer Leverkusen, dem HSV, Hertha BSC Berlin und Hannover 96. Zuletzt war er bei Allemannia Aachen unter Vertrag, bevor er im Alter von 20 Jahren 2008 seine Karriere urplötzlich beendete. In der Jugend trug er noch zusammen mit Sami Khedira, Kevin-Prince Boateng, Dennis Aogo, Alexander Baumjohann oder den heutigen Nationalspieler der USA Fabian Johnson das deutsche Nationaltrikot.

Niemand wusste, wieso Burak Karan diesen Schritt tat. Doch nun wurde laut der BILD-Zeitung bekannt, dass sich der ehemalige Jugendnationalspieler Islamisten anschloss. Anscheinend hatte er Kontakt zu dem Salafisten Erdogan. Kurans Schwester Zuhal sagte dem FOCUS: "Burak hat nur noch vom Dschihad und anderem kriegerischen Zeug gesprochen."

Doch als Erdogan im Jahr 2009 ins Al-Qaida-Gebiet nach Waziristan reiste, blieb Burak Karan daheim. Er stand bei der Bundesstaatsanwaltschaft unter Verdacht, eine terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Zu eine Verfahren kam es allerdings nie. Zwei Jahre später fand er dann seine Berufung im Krieg in Syrien. Dort starb er am 11. Oktober.

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