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Bush-Schuhwerfer beantragt Asyl in der Schweiz

Der irakische Journalist Muntaser el Saidi wurde kürzlich durch seinen Schuhwurf auf den amerikanischen Präsidenten George W. Bush einer internationalen Öffentlichkeit bekannt. Nun hat dieser Angst vor ernsten Konsequenzen und beantragt Asyl in der Schweiz – genauer gesagt in Bern.

Sein Anwalt Mauro Poggia bestätigte nun in der Genfer Tageszeitung "La Tribune", dass Saidi ihn mit der Antragsstellung beauftragt hätte. Dieser Antrag muss direkt an das Außenministerium in Bern gerichtet werden. Der TV-Journalist Saidi rechnet mit Aggressionen von Extremisten und befürchtet, dass ihm das Leben in Irak zur Hölle gemacht werden könnte.

Sollte er bei seinem Prozess in Bagdad verurteilt werden, droht ihm eine Haft von bis zu 15 Jahren. Besonders da Saidi sehr kritisch gegenüber der neun irakischen Regierung sei, könnte es ungemütlich für ihn werden. Nach seiner Ansicht ist die neue Führung nicht mehr als eine der USA ergebene Marionette.

Zum besseren Verständnis des Falls ist es wichtig zu wissen, dass der Wurf nach einem Menschen mit dem Schuh unter Muslimen ein Zeichen großer Verachtung darstellt. Als Saidi bei der Pressekonferenz sein eigenes Schuhwerk nach Bush warf, hatte er gleichzeitig geschrieen: "Dies ist dein Abschiedskuss, du Hund. Das ist von den Witwen, den Waisen und all denen, die im Irak getötet wurden." Nun also muss der Schuhwerfer auf Asyl aus Bern hoffen...

Quelle: Focus.de, Spiegel.de
Bild: Youtube

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