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CDU kritisiert Wehrpflichtpläne von zu Guttenberg

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg möchte dauerhaft die Wehrpflicht aussetzen und eine reine Berufsarmee schaffen. Die Pläne des CDU-Politikers kommen in seiner eigenen Partei nicht besonders gut an. Niedersachens Ministerpräsident David McAllister und Hessens Regierungschef Roland Koch sind nicht begeistert.

Wenn es nach zu Guttenberg geht, dann soll die Bundeswehr demnächst nur noch aus Freiwilligen und Berufssoldaten bestehen. Die Wehrpflicht hat der Verteidigungsminister schon von neun auf sechs Monaten herabgesetzt. Demnächst soll sie ganz wegfallen. Doch innerhalb der CDU werden Stimmen dagegen laut.

Roland Koch, derzeit noch Regierungschef in Hessen, sagte laut der Nachrichtenagentur dpa: 'Wir haben nur sehr wenig finanzielle Mittel, aber wir müssen die Bundeswehr in der Gesellschaft weiter fest verankern.' Und auch Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister schaltet sich in die Debatte ein. Der Nachfolger von Bundespräsident Christian Wulff fordert als Befürworter der Wehrpflicht seine Partei auf, die Diskussion über das Ende der Wehrpflicht noch einmal anzukurbeln. 'Ich darf nur daran erinnern, dass unsere CDU seit 1955 immer die Partei der Wehrpflicht war', so der Christdemokrat.

Die Wehrpflicht für Männer habe der Armee immer gut getan. So habe die Bundeswehr jedes Jahr junge Soldaten erhalten, die sich sonst vielleicht nicht für die Armee entschieden hätten. Die Berufsarmee sei auch keineswegs viel besser als die Wehrpflichtarmee, meint David McAllister, der genau wie Roland Koch gegen die Pläne von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist, die Wehrpflicht komplett abzuschaffen.

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