Excite

China - Bis zu 20.000 Tote durch Erdbeben befürchtet

Aktualisierung 13.05.2008:
15:00 Uhr

Der Katastrophenschutz-Direktor Wang Zhengyao teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass in der Provinz Sichuan bisher 11.921 Tote gezählt worden seien. Die amtliche Nachrichtenagentur offenbarte nun, dass allein in der Stadt Mianyang über 18.500 Menschen unter den Geröllmassen verschüttet worden seien.

Außerdem müssen nach Angaben von Fachleuten die Chinesen noch über Monate mit schweren Nachbeben rechnen. "Diese Beben können Stärken bis 6,5 oder mehr erreichen", so der Leiter der Sektion Seismologie am Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam, Rainer Kind. "Diese Nachbeben sind besonders gefährlich, da angeknackste Gebäude dadurch einstürzen können." Bis jetzt ist das Katastrophengebiet nicht zur Ruhe gekommen. Bis zu 2.000 Nachbeben erschütterten die Region bereits.

Die deutsche Generalkonsulin in Chengdu, Jutta Schmidt, beruhigte indes: "Die chinesischen Behörden haben uns bislang versichert, dass keine Deutschen und andere Europäer unter den Opfern sind."

10:00 Uhr

Einen Tag nach der Katastrophe in China steht fest, dass die Zahl der Toten höher liegt als bisher angenommen. Ein schweres Nachbeben mit der Stärke 6,1 hat die Region erneut erschüttert.

Die chinesischen Behörden befürchten bis zu 20.000 Todesopfer. Es wurden bereits fast 12.000 Tote bestätigt. Allerdings berichteten die staatlichen Medien, allein in Mianzhu seien noch weitere 10.000 Menschen unter den Trümmern verschüttet. In mehreren Schulen wurden Kinder und Lehrer unter Trümmern begraben sowie Tausende von Menschen in Fabriken.

Die Behörden rechnen damit, dass die Opferzahlen steigen werden, sobald Informationen aus abgeschnittenen Regionen vorliegen. Vor allem das Schicksal von rund 60.000 Menschen in Wenchuan ist weiter ungeklärt. Die Behörden des Landkreises Wenchuan hätten bislang keinen Telefonkontakt zu den Bewohnern der Städte Yingxiu, Sanjiang, Xuankou und des Bezirks Wolong, wo rund 60.000 Menschen wohnten.

Die Rettungsarbeiten werden durch den Regen und schwere Wolken behindert, so dass es schwer wird die Straßen bis zum Mittag passierbar zu machen oder Militärhubschrauber anfliegen zu lassen. Sollte das schlechte Wetter anhalten, wird erwogen, Soldaten per Fallschirm in das Katastrophengebiet abspringen zu lassen.

Und Olympia? Nach Angaben der Olympia-Organisatoren hat das Beben keine Auswirkungen auf die Sommerspiele. Die Wettkampfstätten seien erdbebensicher gebaut worden, versicherte ein Sprecher.





12.05.2008: Das schwere Erdbeben in China hat heute mehreren tausend Menschen das Leben gekostet. Es sind bereits 7.600 Tote bestätigt worden. Die Zahlen könnten aber noch steigen, wenn weitere Informationen auch aus den durch zerstörte Straßen und Erdrutsche abgeschotteten Regionen vorliegen. Rund 10.000 Menschen sollen verletzt worden sein. 80% der Häuser seien zerstört.

Allein 900 Schüler sollen in zwei eingestürtzten Schulen in der Provinz Sichuan verschüttet worden sein.

War der genaue Ausmaß der Schäden zu Beginn noch unklar ist jetzt das Bild des Grauens sehr deutlich. Das Beben begann heute um 14:28 Uhr Ortszeit (08:28 Uhr MESZ) und erreichte eine Stärke von 7,8. Das Epizentrum lag etwa 90 Kilometer entfernt von Chengdu, der Hauptstadt von Sichuan östlich von Tibet, wie das US-Institut für Geophysik mitteilte. Die Erdstöße waren bis nach Peking, Shanghai und Taipeh zu spüren.

Erdstöße, Nachbeben und nachfolgende kleinere Beben waren in der gesamten asiatischen Region zu spüren. Die Olympiastadt Peking erlebte sieben Minuten nach dem Erdbeben in Sichuan ein Beben der Stärke 3,9. Bürohäuser in der Hauptstadt wurden evakuiert. Ein Seebeben der Stärke 5,1 wurde aus Taiwan gemeldet.

In vielen chinesischen Städten flüchteten die Menschen in Panik auf die Straßen. Regierungschef Wen Jiabao flog sofort ins Erdbebengebiet nach Südwestchina, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Präsident Hu Jintao rief zu vereinten Anstrengungen auf, um den Opfern zu helfen.

Quelle: Stern-Online, RTL-Aktuell, Die Zeit

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016