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China gibt Dalai Lama die Schuld

Die chinesische Regierung macht die Anhänger des Dalai Lama für die Proteste in Tibet verantwortlich. Die Aktivisten wollten mit ihren Bestrebungen für die Unabhängigkeit gezielt den Olympischen Spielen in Peking schaden, sagte Ministerpräsident Wen Jiabao . Weltweit gehen die Proteste gegen das Vorgehen Chinas weiter.

Die Unruhen hätten bereits schwere Verluste an Menschenleben und Eigentum verursacht.
Den Vorwurf, China begehe in Tibet möglicherweise einen ”kulturellen Völkermord", wies Wen als „nichts als Lügen“ zurück. Die chinesischen Behörden seien bei der Niederschlagung der Proteste mit äußerster Zurückhaltung vorgegangen, sagte der Ministerpräsident auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der Sitzung des Volkskongresses.
Die gegen China gerichteten Demonstrationen hatten in Lhasa begonnen und sich dann auf andere Regionen im Nordwesten Chinas ausgeweitet. Menschenrechtsgruppen hatten unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, dass Soldaten am Sonntag das Feuer auf Demonstranten in der Stadt Ngawa in Sichuan eröffneten und mindestens acht Menschen töteten.

Um Mitternacht ist eine Frist der Regierung in Peking an die Teilnehmer der Proteste abgelaufen, sich den Behörden zu stellen. Aus Lhasa gab es zunächst keine Informationen über Aktionen der Sicherheitskräfte nach dem Ende des Ultimatums. Nach offiziellen chinesischen Angaben sind bei den Unruhen 13 Menschen ums Leben gekommen, die tibetische Exil-Regierung spricht dagegen von 80 Toten.

Quelle: focus.de

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