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China: Nachbeben fordert weitere Opfer und Dämme sollen gesprengt werden

Elf Tage nach dem schweren Erdbeben in China konnte am Sonntag noch ein 80-jähriger Mann aus einem eingestürzten Haus gerettet werden. Aufgrund einer teilweisen Lähmung war der Mann ans Bett gefesselt und vom Haus begraben worden. Seine Frau habe ihn aber während der ganzen Zeit mit Wasser versorgen können, so dass er überlebte.

Am Sonntag kam es aber auch wieder zu einem starken Nachbeben der Stärke 6, welches bis ins 1.300 Kilometer entfernte Peking zu spüren war. Es gab mindestens einen Toten und rund 480 Verletzte.

Der Regierungschef Wen Jiabao spricht mittlerweile von 70.000 bis 80.000 Toten. Offiziell bestätigt sind bisher 60.560 Tote, wobei 26.000 noch immer als vermisst gelten. Rund 300.000 Menschen wurden verletzt und über 15 Millionen Häuser zerstört.

Im Fokus steht nun, wie bereits berichtet, der Wiederaufbau. "Jetzt besteht unsere Priorität darin, die Betroffenen umzusiedeln und Pläne für den Wiederaufbau nach dem Beben zu machen," so Wen Jiabao.

Auch droht weiterhin die Gefahr der Staudämme, die zu brechen drohen. So hat sich nun im Bezirk Beichuan ein großer Stausee gebildet, so dass die Befürchtung groß ist, es könne eine Flutwelle entstehen. Aus diesem Grund haben rund 1.800 Soldaten eine Sprengung vorbereitet, um ein unkontrolliertes Brechen des Dammes und eine Überschwemmung zu verhindern.

Und trotz der Naturkatastrophe im eigenen Land stellt China den Birma-Opfern über 6 Millionen Euro zur Verfügung.

Quelle: Welt-Online, Stern-Online

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