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China: Überschwemmung - Kontrollierte Sprengungen nach dem Erdbeben

Langsam geht es wieder Aufwärts nach dem verheerenden Erdbeben in China, das über Wochen das gesamte Land in Atem gehalten hatte. Die chinesische Regierung plante daraufhin, die entstandenen hohen Pegelstände und Überschwemmungen mit gezielten Sprengungen zu bekämpfen.

Nun haben die ersten Sprengungen stattgefunden, und es scheint, als sei das Konzept aufgegangen. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Xinhua lief das Wasser aus den überfluteten Seen nun bis zu 60 Mal schneller ab als zuvor. Dadurch sei in erster Linie die Gefahr von neuerlichen Überschwemmungen gesunken. Die Behörden gaben an, dass das Militär mit dem gezielten Abschuss von 10 Raketen Geröllhaufen weggesprengt hatte, die nach dem Erdbeben in China die Abflusskanäle versperrt hatten.

Allerdings werden die abfließenden Wassermassen, die teilweise ganze Fernseher, Kühlschränke und nicht geborgene Leichen mit sich reißen, wieder einigen neuerlichen Schaden entstehen lassen. So werden die ins Tal donnernden Fluten eine ganz Stadt unter sich begraben – 250.000 Menschen müssen dort zuvor in Sicherheit gebracht werden.

Und auch an anderer Stelle greift die chinesische Regierung hart durch. So sind nun 15 Regierungsvertreter wegen ihres schlechtes Krisenmanagements im Anschluss an das Erdbeben entlassen worden. Ihnen wurde vorgeworfen, zu langsam auf die Katastrophe reagiert zu haben. Zudem hätten manche sogar versucht aus dem Erdbeben in China Kapital zu schlagen, indem sie mit den bereitgestellten Hilfsgütern Handel betrieben hätten.

Hoffen wir, dass die Gefahr der Überschwemmungen in China mit den gezielten Sprengungen gebändigt wird.

Quelle: Welt-Online
Bild: YouTube

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