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Eierattacke auf Bundespräsident Christian Wulff

Bundespräsident Christian Wulff wurde gestern bei einem Besuch in Wiesbaden Opfer einer Eierattacke. Der Täter konnte von den Sicherheitskräften festgenommen werden.

Der Vorfall ereignete sich beim Empfang vor dem hessischen Landtag. Der Eierwerfer sei plötzlich durch die Zuschauermenge bis auf zehn Meter an den Präsidenten vorgeprescht und habe zwei rohe Eier zielgenau auf den Bundespräsidenten und den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier geworfen. Versuche der Sicherheitskräfte die Eier noch abzufangen, blieben vergebens. Christian Wulff wurde am Jackett getroffen und Bouffier an der Hose.

Der Täter ist kein Unbekannter. Vor vier Jahren hatte der 48jährige Offenbacher bereits den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler in der Frankfurter Paulskirche belästigt, indem er ihn unaufgefordert mit einer Umarmung umklammerte. Erst im Februar war der Mann deswegen zur Ableistung von 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden.

Der Bundespräsident gab sich angesichts der Eierattacke gelassen. Nachdem er im Landtag das Jackett gewechselt hatte, begab er sich wieder nach draußen, ließ sich fotografieren und sprach mit den Menschen. Da er den Kontakt zu den Menschen suche, werde er auch in Zukunft die Sicherheitsmaßnahmen nicht verschärfen. Dies bringe es mit sich, dass man auch mal Opfer einer Eierattacke werde, sagte der Präsident sinngemäß. Für den notorischen Präsidentenschreck empfinde er eher Bedauern, wenn dieser es auf diese Weise nötig habe, Aufmerksamkeit zu erlangen.

Und in der Tat befindet sich Christian Wulff als Opfer einer Eierattacke in guter Gesellschaft, bereits zahlreiche Politiker wie Ex-Bundeskanzler Kohl oder Jürgen Trittin wurden mit Lebensmitteln attackiert.

Quelle: focus.de, spiegel.de
Bild: youtube.com

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